23
Mai
2016
Gesundheitskommunikation    von: Moritz Pfingsten

Von mündig bis überfordert – Patienten in Deutschland

Der mündige Patient als Mittelpunkt des zukünftigen Gesundheitssystems – Realität oder Wunschvorstellung? Mit dieser Frage beschäftigte sich schon der letzte Beitrag auf kliniksprecher.de. Eine repräsentative Studie der Universität Bielefeld ergab nun: Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Schwierigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen und fühlt sich von der Menge an Inhalten oft überfordert.

Von den 2.000 Befragten über 15 Jahre weisen demnach 44 Prozent eine deutlich eingeschränkte, 10 Prozent sogar eine unzureichende Gesundheitskompetenz auf. Damit ist die Fähigkeit gemeint, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und zu beurteilen, um dann gesundheitsrelevante Entscheidungen treffen zu können. Menschen mit einer geringen Gesundheitskompetenz haben beispielsweise erhebliche Schwierigkeiten damit, Packungsbeilagen von Arzneimitteln zu verstehen oder zu entscheiden, wann es sinnvoll ist, eine ärztliche Zweitmeinung einzuholen. Folglich steigt für sie die Gefahr, bei einer Erkrankung keine angemessene Behandlungs- oder Pflegeleistung zu erhalten. Weiterlesen »

    17
    Mai
    2016
    Gesundheitskommunikation    von: Moritz Pfingsten

    Digitalisierung: Fortschritt im Sinne des Patienten?

    Der Begriff „Digitalisierung“ steht ursprünglich für die reine Überführung von analogen Informationen in eine digitale Speicherung. Wird der Begriff heute verwendet, auch in Bezug auf das Gesundheitswesen, so reicht die Definition natürlich nicht mehr aus: Vielmehr beschreibt die Digitalisierung des Gesundheitswesens die langfristigen und tiefgreifenden Veränderungsprozesse im gesamten System, hervorgerufen durch die Einführung digitaler Technologien. Diese Prozesse haben das Potenzial, eine völlig neue Gesundheitskultur entstehen zu lassen.

    Dabei wird stets die neue Rolle des Patienten – vom passiven Kunden zum mündigen, aktiven Mitgestalter der eigenen Gesundheit – betont. So beschreibt beispielsweise das Philips Zukunftsinstitut die „Geburt des selbstbewussten Gesundheitskonsumenten“. Zudem gewinnen Konzepte wie das „Patienten-Empowerment“, also der Versuch, die Position des Patienten durch Informationen, Mitwirkung und -entscheidung zu verbessern, immer mehr an Zuspruch. Auch die wachsende „Quantified Self“-Bewegung, bei der Menschen ihren Körper mit Apps, Fitnesstrackern oder anderen Geräten vermessen, ist ein Indikator für diese Entwicklung. Doch ist der mündige Patient eine reale Vorstellung oder nur ein Wunschgedanke? Und sind die Digitalisierungsmaßnahmen und Veränderungsprozesse im Gesundheitswesen überhaupt auf die Ansprüche von Patienten ausgerichtet? Weiterlesen »

      13
      Mai
      2016
      Gesundheitskommunikation    von: Lena Höckerschmidt

      Studie: Nutzer wünschen sich Ärzte und Kliniken als Lotsen im App-Dschungel

      „Unsere Patienten suchen nicht im Internet!“ Dass diese Aussage falsch ist, zeigt der 5. EPatient Survey 2016. Laut der Studie recherchiert die Hälfte der Deutschen bei Gesundheitsfragen über Apps und im Internet. Bei der bloßen Informationsbeschaffung bleibt es oft nicht: In Kombination mit medizinischen Messgeräten, die persönliche und krankheitsbezogene Daten sammeln, können Nutzer den Verlauf ihrer Krankheit über mobile Endgeräte beobachten. Zudem erleichtern sogenannte Coaching-Apps nach Aussagen einiger Befragten den Umgang damit. 22 Prozent der Umfrageteilnehmer waren mit Blick auf eine Erkrankung auch schon in speziellen Onlineforen unterwegs. Weiterlesen »

        11
        Mai
        2016
        PR-Branche    von: Lena Höckerschmidt

        PR-Trendmonitor: Journalisten sind für PR-Profis die wichtigsten Influencer

        Trotz des vielfach thematisierten Bedeutungsverlustes klassischer Medien bleiben Journalisten für deutsche PR-Profis die wichtigste Zielgruppe. Dies lässt sich aus dem aktuellen Influencer-Ranking des PR-Trendmonitors ablesen. 654 Fach- und Führungskräfte aus Pressestellen und PR-Agenturen haben im März dieses Jahres an der Onlineumfrage der dpa-Tochter news aktuell und der Agentur Faktenkontor teilgenommen (kliniksprecher.de berichtete).

        Für 75 Prozent der Befragten stehen Redakteure von Zeitungen, Zeitschriften, TV und Hörfunk im Zentrum ihrer Arbeit. Die Redakteure gewinnen damit deutlich gegenüber den Meinungsmachern des Social Webs: Nur 20 Prozent der PR-Profis sehen Blogger als sehr wichtige Influencer – das heißt als Verstärker von Unternehmensbotschaften – in Deutschland. Facebooker bekommen 14 Prozent der Stimmen. Jeweils 6 Prozent der Befragten sehen ein großes Potenzial in Youtubern und Instagrammern. Auch die klassischen Zielgruppen der Kunden und der eigenen Mitarbeiter liegen mit deutlichem Abstand vor den Onlineakteuren. Jeweils 68 bzw. 46 Prozent der Experten schreiben ihnen eine hohe Bedeutung zu.

        Weitere Ergebnisse können Sie auf der Website von news aktuell oder Faktenkontor nachlesen.

          03
          Mai
          2016
          Gesundheitskommunikation    von: Moritz Pfingsten

          Gesundheits-Apps: Viele Möglichkeiten, wenig Transparenz

          Den Puls messen, die Sehschärfe testen oder sich rechtzeitig an die Einnahme von Medikamenten erinnern lassen: Gesundheits-Apps bieten immer mehr Einsatzmöglichkeiten. Nur wenige haben jedoch einen diagnostischen oder therapeutischen Anspruch. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie „Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps – CHARISMHA“.

          Ziel der vom Bundesgesundheitsministerium geförderten Studie war eine Bestandsaufnahme des stetig wachsenden Feldes der Gesundheits-Apps. Dabei sollte geklärt werden, was die neue Technologie für die Gesundheitsversorgung bedeutet, um die Auseinandersetzung mit dem Thema „Mobile Health“ weiter zu fördern. Unter anderem wurde stichprobenartig getestet, welche und wie viele Funktionen die Apps besitzen. Der Studie zufolge wird zudem der Datenschutz bei Gesundheits-Apps häufig nicht eingehalten. Generell seien die Qualität und Vertrauenswürdigkeit einer App schwierig zu erkennen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe fordert daher: „Nötig sind klare Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Patienten, medizinisches Personal und App-Hersteller.“ Weiterlesen »