Entspannende Musik und kleine Nadelstiche: Akupunktur ist ein klassisches Beispiel für eine Individuelle Gesundheitsleistung (kurz IGeL). Die gesetzlichen Krankenkassen kommen nicht dafür auf, Patienten müssen sie also selbst bezahlen. Etwa 350 dieser zusätzlichen Leistungen gibt es.
Problematisch ist, wenn manche Ärzte ihren Patienten eine mitunter nicht nötige Untersuchung nahelegen und dann abkassieren. Seit 2005 ist der Umsatz mit den Leistungen um 50 Prozent auf etwa 1,5 Milliarden Euro jährlich gestiegen. Die Wut der zahlenden Patienten trifft jedoch nicht unbedingt die Ärzte, sondern die gesetzlichen Krankenkassen. Diese übernähmen bestimmte Leistungen nämlich nicht mehr, heißt es häufig, wenn Patienten in der Praxis zur Kasse gebeten werden. Um ihre Patienten vor vermeidbaren Kosten zu schützen, will der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen jetzt aufklären – und zwar mit fundierten Informationen zu den Individuellen Gesundheitsleistungen. Weiterlesen »
