12
Mai
2010
Wissensmanagement    von: Bischof

Ärzte fiebern iPads entgegen

Apple hat mit dem iPad eine neue Zielgruppe erreicht. 30 Prozent von 350 befragten Ärzten in den USA sagten laut einer Umfrage des Software-Herstellers Epocrates, dass sie innerhalb der nächsten 12 Monate ein iPad kaufen wollten. Und obwohl der flache Tablet-PC von Apple erst seit kurzem auf dem Markt  ist, überlegen insgesamt 60 Prozent der Mediziner, wie sie das iPad im Krankenhaus einsetzen können.

Das Delta Health Care District Hospital in Kalifornien hat nach einer kurzen Testphase sogar 100 iPads bei Apple vorbestellt und wird diese in Zukunft im Krankenhaus verwenden. Das iPad soll dort die vorhandenen Notebooks ersetzen und Alltagsaufgaben optimieren und erleichtern. So sollen die iPads zum E-Mail-Austausch, zur Übermittlung von Patientendaten, aber auch zum Anzeigen von Röntgenbildern und EKG-Ergebnissen genutzt werden. Wenn sich das Touchscreen-Gerät bewährt, werden in Kürze sicherlich weitere Krankenhäuser nachziehen.

Dabei könnte das iPad vor allem unter Kostengesichtspunkten die Nase vorn haben – liegt der Preis für ein Notebook mit ähnlichen Ausstattungsmerkmalen doch zwischen 1.000 und 1.500 EUR. Auch diverse Software-Hersteller haben diesen Trend erkannt und entwickeln Apps für den medizinischen Bereich. Dass das iPad für den Bereich Kommunikation im Krankenhaus ebenfalls ein wertvolles Instrument sein könnte, ist nach meiner Meinung nur eine Frage der Zeit. Vorstellbar wäre beispielsweise ein mobiler Einsatz am Krankenbett zur Unterstützung der Arzt-Patienten-Kommunikation. Das iPad könnte:

  • Untersuchungsergebnisse darstellen
  • Therapieplanungen veranschaulichen
  • patientengerechte Informationen zu einem Krankheitsbild bereitstellen
  • Videos oder Animationen zu Operationen oder anderen Behandlungen zugänglich machen

Einen weiteren interessanten Artikel aus der Sicht zukünftiger Ärzte zum Thema iPad im Krankenhaus finden Sie im Blog News für Medizinstudierende

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