An vielen Autos wehen schwarz-rot-goldene Fähnchen, der dumpfe Ton der Vuvuzelas dröhnt durch die Straßen und unsere Nationalelf ist in den Medien dauerpräsent: Zur WM 2010 grassiert in Deutschland wieder das Fußballfieber. Wir haben uns bei den Kliniksprechern umgehört, wie sich ihre Häuser darauf vorbereiten:
„Wir übertragen alle Deutschland-Spiele live in unserer Cafeteria – auch um halb neun abends für Beschäftigte, die es nicht mehr rechtzeitig nach Hause schaffen. Platz ist dort für circa 100 Zuschauer, Dekoration sorgt für das richtige WM-Feeling. Die Cafeteria serviert außerdem kostenlos alkoholfreies Bier, alkoholfreie Cocktails und Wasser. Passend zu den Ländern, die gerade spielen, steht in den nächsten Wochen zusätzlich ein Gericht auf dem Speiseplan, das aus dem jeweiligen Land kommt. Ins Intranet habe ich außerdem einen Fußballplaner zum Ausdrucken gestellt.“
Robert Berrisch, Pressesprecher AKH Celle
„Wenn es die Arbeit am Patienten erlaubt, können unsere Mitarbeiter die Deutschland-Spiele der WM wieder in den Konferenzräumen verfolgen. Auf unseren digitalen Infotafeln wird ein WM-Ticker installiert, der Besucher, Patienten und Mitarbeiter über alle aktuellen Ergebnisse informieren wird. Außerdem initiieren unsere Assistenzärzte ein hausinternes Tippspiel. Das hat schon Tradition, macht immer viel Spaß und erfreut sich großer Beliebtheit.“
Nicola von Spee, Pressesprecherin Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH, Limburg
„Das läuft bei uns immer ganz spontan. Bei der letzten WM hatte sich zum Beispiel an einem Spieltag die Unfallchirurgische Station geschminkt. Ein anderes Mal operierten die Chirurgen mit schwarz-rot-goldenen Stirntüchern. Üblicherweise schmücken wir die Stationen auch noch mit Fahnen und Girlanden. Ich bin auf jeden Fall schon die ganze Zeit in Abrufbereitschaft, falls was Interessantes passiert.“
Michael Bührke, Pressesprecher Raphaelsklinik, Münster
„Unsere Cafeterien sind im Fußballfieber: Dort, wo es möglich ist, wurden große Fernseher aufgestellt, damit die Nachmittagsspiele gemeinsam geschaut werden können. Einige Cafeterien gleichen einem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer. Das Team im Café der Solinger St. Lukas Klinik serviert teilweise sogar in Trikots. Der Euphorie kann sich spätestens seit 2006 keiner mehr entziehen. Für unsere Patienten ist das natürlich positiv, denn mit der Begeisterung für die Fußball-WM steigt auch die Stimmung.“
Cerstin Tschirner, Pressesprecherin Kplus – Katholische Kliniken und Senioreneinrichtungen, Solingen
„Unsere Geschäftsführung hat ein Tippspiel ins Leben gerufen, an dem sich alle Mitarbeiter beteiligen können. Der Preis: ein Tag Sonderurlaub. Während der WM dürfen auch mal die Fernseher angeschaltet werden, wenn die Spiele während der Arbeitszeit laufen – die Arbeit darf darunter natürlich nicht leiden. Die Cafeteria plant darüber hinaus eine WM-Sonderwoche, in der alles mit Fähnchen geschmückt wird und es Essen aus den Teilnehmerländern gibt. Am Mittagstisch diskutieren zurzeit schon alle fleißig über Fußball. Toll, dass sich an den Gesprächen auch immer mehr Frauen beteiligen!“
Matthias Ruß, Pressesprecher St. Vinzenz-Hospital, Dinslaken
