Save the date - 14. März 2018 - 12. Kliniksprechertag
01
Mrz
2011
Allgemein    von: Becker

Helau und Alaaf im Krankenhaus

Clownsnase, Hexenhut und Perücke fristen die meiste Zeit des Jahres ein eher trostloses Dasein in der Verkleidungskiste. Pünktlich zur fünften Jahreszeit aber kramen die „Jecken“ ihre Utensilien Anfang März wieder heraus. Auch in Kliniken der Karnevalshochburgen ist dann der Teufel los. Was genau – das haben uns zwei Kliniksprecher verraten.

„Karneval findet bei uns in der Raphaelsklinik auf jeden Fall statt. Die Stationen werden dekoriert und mit Girlanden geschmückt. Patienten, die zu dieser Zeit in stationärer Behandlung sind, sollen nicht das Gefühl haben, etwas zu verpassen. Wie an vielen anderen Festtagen auch, gibt es Mitarbeiter, die nicht feiern gehen. Sie finden es schön, Karneval mit den Patienten zu verbringen. Die gute Stimmung färbt ab und man merkt, dass die Leute ein wenig ausgelassener sind.
Natürlich bedeutet Karneval für uns auch, dass die Schichten in der Ambulanz gut besetzt sein müssen. Erfahrungsgemäß gibt es mehr Notfälle – die meisten alkoholbedingt. Unter Umständen kann das ein Patienten-Plus von bis zu 50 Prozent bedeuten. Als Innenstadtklinik sind wir aber auf Notfälle wie diese eingestellt und haben deswegen bereits Routine.“
Michael Bührke, Pressesprecher Raphaelsklinik, Münster

„Köln ist die rheinische Karnevalshochburg. Ab November sind bereits vereinzelt Menschen in Kostümen auf dem Weg zu Sitzungen in der U-Bahn unterwegs, was vor allem in der Vorweihnachtszeit komische Züge trägt. In den vier Kölner Krankenhäusern unseres Verbundes wie auch in unseren Seniorenhäusern wird traditionell Karneval gefeiert. Allerdings in unterschiedlichen Ausprägungen. Im Heilig Geist-Krankenhaus findet beispielsweise am Montag vor Karneval eine mehrstündige Sitzung mit dem Traditionskorps „Die Altstädter“ statt. Außerdem gibt sich das Kölner Dreigestirn (Prinz, Jungfrau, Bauer) die Ehre, was vor allem die Ordensschwestern aus dem angrenzenden Mutterhaus der Cellitinnen begeistert. Auch in den anderen Häusern wird sich verkleidet und es gibt kleinere und größere Mitarbeiterfeiern.
Als Notfallversorger einer Großstadt erleben wir natürlich ebenso die Kehrseite der „tollen Tage“. Vor allem Weiberfastnacht sind unsere beiden zentrumsnahen Krankenhäuser stark frequentiert. Prellungen, Frakturen, Schnittverletzungen und Alkoholabusus sind die häufigsten Diagnosen. Dabei hat der Anteil von jugendlichen Patienten in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
Die Berichterstattung der Medien hat hier leider keine abschreckende Wirkung gezeigt. Daher verwehren wir heute Kamerateams den Zugang zu den Ambulanzen, denn die Beiträge dienen weniger der Abschreckung, als dass sie dem menschlichen Voyeurismus Raum geben.“
Christoph Leiden, Leiter Unternehmenskommunikation,
Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria, Köln

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