Für planbare Krankenhausaufenthalte nehmen Patienten auch längere Wege in Kauf, so das Ergebnis einer Befragung des BKK Bundesverbandes. Drei Viertel der Befragten würden bis zu einer halben Stunde ins Krankenhaus der Wahl fahren, ein Viertel bis zu einer Stunde und 21 Prozent sogar noch länger.
Die wohnortnahe Krankenversorgung ist zweifelsfrei wichtig, wenn es um Notfälle geht. Doch bei planbaren Aufenthalten vertrauen Patienten immer häufiger auf zusätzliche Informationen: Werdende Mütter verschaffen sich in Podcasts oder Fotogalerien schon im Web einen Eindruck vom Kreissaal. Sportler lassen ihren Kreuzbandriss nicht in der nächstbesten, sondern in der empfohlenen Spezialklinik operieren. Und ältere Menschen recherchieren verstärkt in Zeitungen und Internet, bevor sie sich für eine OP anmelden.
Beängstigend? Keineswegs. Für Krankenhäuser ist das Ergebnis der Befragung erfreulich, denn für ihre Außenwirkung können sie einiges tun. Mit einem ansprechenden Internetauftritt. Mit einem verständlichen Qualitätsbericht. Und mit gut informierten Patienten und Mitarbeitern, die das Haus beim Arzt, im Freundeskreis und in Internetforen weiterempfehlen.
