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	<title>Kliniksprecher.de &#187; Ethik</title>
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	<description>Das Portal für Krankenhauskommunikation</description>
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		<title>Uniklinik Mainz: Mut zur Wahrheit</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 13:34:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wagner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Uniklinik Mainz]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>
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		<description><![CDATA[In Zeiten des Loveparade-Unglücks und der Guttenbergschen Doktorarbeitsarie sind die Fragen nach Schuldbekenntnissen, Verantwortung und dem Umgang mit der Wahrheit vielfach diskutiert worden. Wie ein Leuchtturm sticht dazwischen Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Medizinischer Vorstand der Uni-Klinik Mainz, heraus. Als im August 2010 drei Babys in seiner Klinik nach der Gabe einer Infusionslösung gestorben waren, entschied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Zeiten des Loveparade-Unglücks und der Guttenbergschen Doktorarbeitsarie sind die Fragen nach Schuldbekenntnissen, Verantwortung und dem Umgang mit der Wahrheit vielfach diskutiert worden. Wie ein Leuchtturm sticht dazwischen Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Medizinischer Vorstand der Uni-Klinik Mainz, heraus. Als im August 2010 drei Babys in seiner Klinik nach der Gabe einer Infusionslösung gestorben waren, entschied sich der Mediziner von Beginn an für eine offene Informationspolitik. Pfeiffer zog deshalb alle Tatsachen in Betracht: vor allem die eigene Schuld. Als er in einer Pressekonferenz gefragt wurde, was die wahrscheinlichste Ursache für die Todesfälle sei, nannte er einen Fehler in der Uniklinik Mainz selbst. <a href="http://chrismon.evangelisch.de/artikel/2011/das-darf-doch-nicht-wahr-sein-7455" target="_blank">In einem Artikel des Magazins Chrismon </a>spricht sich Pfeiffer für eine offene Fehlerkultur aus – und bekennt, dass er aufgrund seines evangelischen Wahrheitsverständnisses ohnehin Schwierigkeiten mit dem Lügen habe. Lesenswert!</p>
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		<title>Copy und Paste in der Medienbranche</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 13:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbranche]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sorgte in den vergangenen Wochen mit Ideenklau für Furore. Auch Kristina Vogt, Landtags-Spitzenkandidatin der Bremer Linken, schrieb für eine Pressemeldung aus einer Meldung von radiobremen.de ab. Copy und Paste steht jedoch nicht nur bei Politikern hoch im Kurs. Auch die Medienbranche plagiiert, raubt und kopiert schamlos, glaubt man einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sorgte in den vergangenen Wochen mit Ideenklau für Furore. Auch Kristina Vogt, Landtags-Spitzenkandidatin der Bremer Linken, schrieb für eine Pressemeldung aus einer Meldung von <a href="http://www.radiobremne.de">radiobremen.de</a> ab. Copy und Paste steht jedoch nicht nur bei Politikern hoch im Kurs. Auch die Medienbranche plagiiert, raubt und kopiert schamlos, glaubt man einem Beitrag auf <a title="Ideenklau" href="http://www.sueddeutsche.de/medien/wv-plagiate-in-tv-und-werbung-ideenklau-in-den-medien-1.1068807" target="_blank">sueddeutsche.de</a>.</p>
<p>Da ist etwa von Journalisten die Rede, die ganze Absätze aus Reportagen ihrer Kollegen übernehmen, von Unternehmen, die nach einem Pitch die Idee einer Agentur einfach in Eigenregie umsetzen oder von TV-Produzenten, die Formate munter von der Konkurrenz kopieren. Das Urheberrecht greift nur in den seltensten Fällen – etwa, wenn der Plagiierte nachweisen kann, dass bei ihm Wort für Wort abgeschrieben wurde. Und Moral? Die sucht man vergebens.</p>
<p><span id="more-1423"></span></p>
<p>Erste Initiativen treten diesem schlechten Stil entgegen: TV-Produzenten gründeten bereits vor zehn Jahren eine Formatschutzorganisation. Der <a title="GWA" href="http://www.gwa.de/" target="_blank">Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e. V.</a> eruiert darüber hinaus mit dem Medienrechtler <a title="Stolperfalle Clipping" href="http://www.kliniksprecher.de/stolperfalle-clipping/" target="_blank">Prof. Dr. Thomas Hoeren</a> von der Universität Münster einen besseren Konzeptschutz.</p>
<p>Auch Kommunikationsverantwortliche von Krankenhäusern können viel für einen fairen Umgang mit Journalisten und kreativen Dienstleistern tun: Der beginnt schon mit einer angemessenen Entlohnung von Fotografen, reicht über Vertraulichkeit bei Pitches und endet mit dem Verzicht auf eingescannte Presseschnipsel auf der eigenen Homepage. Es geht darum, Kreativen die Lebensgrundlage zu sichern – und darum, den Guttenberg in uns zur Redlichkeit zu erziehen.</p>
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		<title>Großmutters Körpertemperatur? Gefällt mir!</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 08:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Es klingt wie eine Ente: Mit einem Klick können wir künftig im Internet checken, wie es unserer Verwandtschaft in den Pflegeheimen der Marseille-Kliniken geht, berichtet das Ärzteblatt. Verschlüsselt abrufbar seien demnach Originaldaten aus der Pflegedokumentation wie Körpertemperatur, Gewicht, Blutdruck, Medikamentenvergabe, Pflegebehandlungen oder „sogar die Teilnahme an der Weihnachtsfeier“. Man wolle mit www.meingesundheitsbuch.de zu einer transparenteren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es klingt wie eine Ente: Mit einem Klick können wir künftig im Internet checken, <a title="Der gläserne Großvater" href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43907/Der_glaeserne_Grossvater_Marseille-Kliniken_starten_neues_Online-Portal.htm" target="_blank">wie es unserer Verwandtschaft in den Pflegeheimen der Marseille-Kliniken geht</a>, berichtet das Ärzteblatt. Verschlüsselt abrufbar seien demnach Originaldaten aus der Pflegedokumentation wie Körpertemperatur, Gewicht, Blutdruck, Medikamentenvergabe, Pflegebehandlungen oder „sogar die Teilnahme an der Weihnachtsfeier“. Man wolle mit <a title="meingesundheitsbuch.de" href="https://www.amarita24.de/index.php" target="_blank">www.meingesundheitsbuch.de </a>zu einer transparenteren Pflegequalität beitragen, lässt Vorstand Ulrich Marseille verlauten.</p>
<p><span id="more-1163"></span></p>
<p>Wie wär’s denn demnächst mit der Webcam über Großmutters Pflegebett? Oder dem „Gefällt mir“-Button von Facebook unter der digitalen Pflegedokumentation? Überhaupt: Im Web 2.0 wären eine Menge spannender Anwendungen denkbar, die jedes persönliche Gespräch und jeden Besuch bei der Verwandtschaft im Pflegeheim überflüssig machen. Technisch funktioniert das Portal übrigens ganz einfach: Die Senioren entbinden mit ihrer Unterschrift den behandelnden Arzt von seiner Schweigepflicht. Die Online-Daten rufen Angehörige dann passwortgeschützt ab. Datenmissbrauch sollen die dezentrale Serverstruktur und ein „hochmoderner Verschlüsselungsalgorithmus“ verhindern.</p>
<p>Bei aller Fortschrittsgläubigkeit: Einrichtungen im Gesundheitsbereich sollten nicht vergessen, dass sie Dienst am Menschen leisten. Liebevolle Gesten oder ein vertrautes Gespräch sind bei der Pflege alter oder kranker Menschen durch nichts zu ersetzen – schon gar nicht durch technische Spielereien.</p>
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		<title>„Wie wollen wir sterben?“ – eine Rezension</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 16:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bender</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Michael de Ridder]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbehilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine 85-jährige Oma sagte vor einiger Zeit zu mir: „Wenn du mal in meine Wohnung kommst und mich am Boden liegend vorfindest, dann ruf nicht den Krankenwagen!“ Eine unbegreifliche Aussage für mich. Warum sollte ich ihr denn nicht helfen? Nach der Lektüre des Buches „Wie wollen wir sterben?“ von Michael de Ridder, Chefarzt der Rettungsstelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine 85-jährige Oma sagte vor einiger Zeit zu mir: „Wenn du mal in meine Wohnung kommst und mich am Boden liegend vorfindest, dann ruf nicht den Krankenwagen!“ Eine unbegreifliche Aussage für mich. Warum sollte ich ihr denn nicht helfen? Nach der Lektüre des Buches „Wie wollen wir sterben?“ von Michael de Ridder, Chefarzt der Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses, kann ich sie verstehen. In seinem Buch gibt de Ridder nämlich ein klares Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin ab – und dabei ist er nicht zimperlich.<br />
<span id="more-1077"></span><br />
„Wie wollen wir sterben?“ ist sicherlich ein Buch, das sich in erster Linie an die Ärzteschaft und Verantwortliche im Krankenhaus richtet, aber auch jeder Laie bekommt einen Einblick in die verschiedenen Verfahrensweisen und Ansichten von Kliniken. Wenn man das Buch liest, ist es fast so, als würde jemand in einem dunklen Raum das Licht anknipsen. Oder wussten Sie, dass der Satz „Wir haben alles erdenklich Mögliche für den Patienten getan“ genau das bedeutet – also tatsächlich <em>alles</em> Mögliche? Leben retten ist gut, aber immer um jeden Preis? Auch wenn der Patient 80 Jahre alt und dement ist?</p>
<p>Um genau diesen Punkt des ethisch vertretbaren Lebensrettens geht es bei Michael de Ridder. Sein Schwerpunkt liegt dabei besonders auf den lebensverlängernden Maßnahmen. Er greift diesen Aspekt sowohl bei Senioren, aber auch bei jungen Wachkomapatienten auf. De Ridder beschreibt hautnah, wie Menschen darum kämpfen, dass Angehörige sterben dürfen. Wie andere einsam dahinsiechen, weil sie künstlich am Leben gehalten werden. Vor allem aber zeigt er den Konflikt auf, in dem sich Ärzte und auch Angehörige befinden, wenn es um die Entscheidung für lebensverlängernde Maßnahmen oder Sterbehilfe geht. Er spricht sich mit seinem Buch klar für die Palliativmedizin und die ärztliche Beihilfe zur Selbsttötung, aber gegen die aktive Sterbehilfe aus. Bei manchen seiner Beispiele sträuben sich dem Leser die Nackenhaare, bei anderen ist man zunächst nicht de Ridders Meinung, denkt aber zumindest über die Argumentation nach – und nicht selten ändert sich die Ansicht danach. Zwangsläufig stellt sich beim Lesen die Frage: Was bedeutet Leben eigentlich?</p>
<p>Das vielleicht wichtigste an seinem Werk ist, dass der Leser mit den schwierigen Gedanken rund um Leben und Tod nicht allein gelassen wird. De Ridder zeigt Alternativen zu heutigen Verfahrensweisen auf, sagt, wo Dinge verändert und verbessert werden müssten und gibt einen Ausblick auf die Zukunft. An manchen Stellen ist das Buch sehr theoretisch, vielleicht sogar langatmig, aber gerade diese theoretischen Einschübe schaffen eine Basis für jeden Laien, die Argumentation von de Ridder zu verstehen. Trotz vieler medizinischer Fachbegriffe und gelegentlich auftretenden Schachtelsätzen ist das Buch verständlich, informativ und spannend.</p>
<p>Da de Ridders Werk wirklich gute Argumente und Erklärungen bietet, kann ich nun die Patientenverfügung meiner Oma wesentlich besser verstehen. Sie hat ihr Leben gelebt und ist zufrieden – sie will nicht, das „alles erdenklich Mögliche“ getan wird, so dass ihr Herz nicht aufhört zu schlagen. Damit auch die zukünftigen Ärzte genauer über ihren medizinischen Auftrag und ihre Ethik nachdenken, sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre bei Medizinstudenten werden. Sie müssen ja nicht de Ridders Sichtweise teilen, aber sie würden vielleicht anders – vorsichtiger, umsichtiger und nachdenklicher – mit der heutigen Technik umgehen, die Ärzte fast zu Götter über Leben und Tod macht.</p>
<p><em>Michael de Ridder<br />
Wie wollen wir sterben?<br />
Ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin<br />
320 Seiten, DVA Sachbuch,€ 19,95</em></p>
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		<title>„Absenderklarheit ist die DNA im Internet“</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 11:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bender</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Online-PR]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet gestaltet sich immer mehr zu einem unendlichen Raum von Meinungen, Wissen und oft auch Anonymität. Umso wichtiger ist es, dass der häufig undurchsichtigen Online-PR Grenzen gesetzt werden. Daher hat der Deutsche Rat für Public Relations im August das verbindliche Regelwerk zu &#8220;PR in digitalen Medien und Netzwerken&#8221; veröffentlicht. Es soll zu mehr Transparenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet gestaltet sich immer mehr zu einem unendlichen Raum von Meinungen, Wissen und oft auch Anonymität. Umso wichtiger ist es, dass der häufig undurchsichtigen Online-PR Grenzen gesetzt werden. Daher hat der <a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=1  " target="_blank">Deutsche Rat für Public Relations </a> im August das verbindliche Regelwerk zu <a href="http://www.drpr-online.de/statische/itemshowone.php4?id=84" target="_blank">&#8220;PR in digitalen Medien und Netzwerken&#8221; </a>veröffentlicht. Es soll zu mehr Transparenz im Internet führen und Kommunikationstreibenden als Orientierungshilfe dienen.</p>
<p>kliniksprecher.de hat zu diesem Thema per Skype mit Dr. Alexander Güttler gesprochen. Er ist Mitglied des PR-Rats und war federführend an der Ausgestaltung der Richtlinien beteiligt.</p>
<a id="wpfp_a095df3f07e5d5468e600831b5feb64c" style="width:400px; height:240px;" class="flowplayer_container player plain"></a>
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		<title>Kultur der Selbstkritik</title>
		<link>http://www.kliniksprecher.de/kultur-der-selbstkritik-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 14:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rieckmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlermeldesystem]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Versorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Rund 8.500 Patienten sterben jährlich durch Fehler, die vermeidbar wären, rechnet das Aktionsbündnis Patientensicherheit vor. Die Ursachen dafür liegen nicht etwa in groben Kunstfehlern. Im Gegenteil: Es sind meist Gedankenlosigkeiten oder unglückliche Verkettungen von Umständen, die Patienten das Leben kosten können. Ans Licht der Öffentlichkeit kommen sie selten. Und auch die kritischen Zwischenfälle, bei denen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund 8.500 Patienten sterben jährlich durch Fehler, die vermeidbar wären, rechnet das <a href="http://www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de" target="_blank">Aktionsbündnis Patientensicherheit</a> vor. Die Ursachen dafür liegen nicht etwa in groben Kunstfehlern. Im Gegenteil: Es sind meist Gedankenlosigkeiten oder unglückliche Verkettungen von Umständen, die Patienten das Leben kosten können. Ans Licht der Öffentlichkeit kommen sie selten. Und auch die kritischen Zwischenfälle, bei denen fast etwas passiert wäre, verschweigen Ärzte und Pflegekräfte allzu oft.</p>
<p>Doch Mediziner sind keine Halbgötter in Weiß. Wie in anderen Berufen auch können bei ihnen Organisations- und Kommunikationsmängel, fachliche Überforderung oder Nachlässigkeit zu Fehlern führen – mit gravierenden Auswirkungen. Verschiedene Initiativen haben laut <a title="In Kittel und Asche" href="http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~ECACD5CE006F54C9B9308CF1F07BD002C~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">„Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung“ </a>die Gefahr erkannt: Das <a title="Bonner Institut für Patientensicherheit" href="http://www.ifpsbonn.de/" target="_blank">Bonner Institut für Patientensicherheit</a> etwa setzt seit April auf ein Fehlermeldesystem. Intern pflegen bereits viele Kliniken eine Fehlerkultur.</p>
<p><span id="more-388"></span></p>
<p>Die eingehenden Berichte werden analysiert, offen diskutiert und in einer freien Datenbank erfasst. Somit wird eine Wiederholung der schwer vorhersehbaren Fehler vermieden und die Patientensicherheit steigt. Die Bereitschaft zu Fehlerberichten seitens der Ärzte und Pflegekräfte hängt jedoch stark von einer garantierten Anonymität und Sanktionsfreiheit ab: In vielen Köpfen herrscht die Angst, dass ein Eingeständnis dem beruflichen Selbstmord gleich kommt.</p>
<p>Doch nur wer um die Brisanz einer bestimmten OP-Technik weiß oder geklärt hat, dass Blutproben leicht verwechselt werden können, gibt darauf künftig Acht. Kliniken die bereits ein Fehlermeldeprogramm besitzen und pflegen, zeichnen sich durch besondere Vertrauenswürdigkeit aus. Denn dass vermeidbare Fehler in jedem Krankenhaus vorkommen, ist eine Tatsache. Die Frage ist nur, wie geht ein Krankenhaus damit um? Schweigt es oder pflegt es einen offenen Umgang mit Fehlern?</p>
<p>Patienten äußern sich durchweg positiv zu der offenen Fehlerkultur. Sie vertrauen Häusern, die sich um die Aufklärung von Fehlerquellen bemühen, da dies hilft, sie künftig zu vermeiden. Kliniken, die sich Meldesystemen anschließen, können die Versorgungsqualität verbessern, gleichzeitig noch etwas für das interne Klima tun und so für mehr Vertrauen bei Patienten sorgen.</p>
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		<title>Ethik als Chance</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 09:48:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rieckmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinethik]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Verantwortung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hat ein Komapatient das Recht zu sterben oder soll er über Jahre hinweg durch eine Ernährungssonde am Leben gehalten werden? Wie werden knappe Ressourcen auf eine große Patientenzahl aufgeteilt? Ist die künstliche Erzeugung und Selektion von so genannten „Retter-Babys“ nach genetischen Kriterien ethisch verantwortbar? All dies sind Fragen, auf die das reguläre Medizinstudium keine Antwort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hat ein Komapatient das Recht zu sterben oder soll er über Jahre hinweg durch eine Ernährungssonde am Leben gehalten werden? Wie werden knappe Ressourcen auf eine große Patientenzahl aufgeteilt? Ist die künstliche Erzeugung und Selektion von so genannten „Retter-Babys“ nach genetischen Kriterien ethisch verantwortbar? All dies sind Fragen, auf die das reguläre Medizinstudium keine Antwort gibt – und doch begegnen sie Ärzten täglich.</p>
<p>Im Umgang mit Patienten tragen sie nicht nur medizinische, sondern auch ethische Verantwortung. Das Fach Medizinethik bildet im Studium aber nur einen kleinen Anteil, so dass Ärzte folgenreiche Entscheidungen oft individuell und aus dem bloßen Bauchgefühl heraus treffen müssen.<span id="more-310"></span></p>
<p>Mit dem <a title="Gewissensprüfung" href="http://www.zeit.de/2010/17/C-Medizin-Ethik" target="_blank">Masterstudiengang Medizinethik</a> bietet die Universität Mainz Ärzten und medizinischem Personal des Gesundheitswesens nun eine Möglichkeit , ethische Kompetenzen zu erwerben. Angesichts der rasanten Fortschritte in der Medizinforschung werden diese auch dringend benötigt: Gentechnik, Stammzellenforschung, künstliches Leben – die Medizin dringt zunehmend in Bereiche vor, über deren ethische Verantwortbarkeit entschieden werden muss.</p>
<p>Kliniken können von dem steigenden Bedarf an Medizinethik profitieren und sich durch entsprechende Kompetenzen profilieren. Die Einrichtung eines Ethikkomitees beispielsweise vermittelt vielen Menschen das Vertrauen, nicht nur klinisch, sondern auch ethisch gut versorgt zu werden. Krankenhäuser, die so im Sinne der Patienten handeln, verfügen über ein nicht zu unterschätzendes Qualitätsmerkmal – und das sollten sie auch nach außen hin zeigen.</p>
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