Das Web 2.0 hat den Umgang von Krankenhäusern mit Krisen verändert. Immer mehr Patienten machen ihrem Ärger schnell in verschiedenen Foren Luft – die Anmerkungen sind damit vielen Nutzern zugänglich. Was also tun, wenn’s brennt? Auch wenn es Mut erfordert: Kliniken sollten transparent kommunizieren und auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken. kliniksprecher.de hat zehn Tipps zusammengestellt, die in Krisensituationen hilfreich sind:
Archiv für die Kategorie ‘Krisenkommunikation’
Erste Hilfe: Krisenkommunikation
Mittwoch, 15. Juni 2011EHEC: Krankenhäuser am Limit
Dienstag, 07. Juni 2011Ob Sprossen oder Gurken – die Infektionsquelle für den gefährlichen Darmkeim EHEC ist immer noch ungeklärt. Die norddeutschen Kliniken arbeiten unterdessen an den Grenzen ihrer Belastungsfähigkeit. Finanzielle Hilfen fordert deshalb die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), damit die Häuser die Folgen des Ausbruchs überhaupt bewältigen können. „Die Kliniken machen heute alles, was für die Versorgung der Erkrankten notwendig ist – ohne Rücksicht darauf, ob sie ihre Leistungen am Ende von den Krankenkassen auch vergütet bekommen“, wird DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum in der Rheinischen Post zitiert.
Eine berechtigte Forderung. Doch wer soll im Zweifel für diese Leistungen bezahlen? Nach zahlreichen Kürzungen im Gesundheitssystem arbeiten viele Kliniken ohnehin am finanziellen Limit. Wenn mittlerweile Entschädigungen für Bauern im Gespräch sind, darf die Frage nach Ausgleichsgeldern für die behandelnden Krankenhäuser kein Tabu bleiben.
EHEC: Wie reagieren Kliniksprecher?
Montag, 30. Mai 2011Seit Tagen füllen Meldungen zum Darmkeim EHEC die Nachrichten. Besonders norddeutsche Krankenhäuser behandeln Patienten, die sich mit dem Bakterium infiziert haben – teilweise sogar intensivmedizinisch. kliniksprecher.de hat bei den Kommunikationsverantwortlichen Stefan Dreising, Uniklinik Münster, und Silvia Rievers, St. Joseph-Stift Bremen, nachgefragt, wie sich ihr Arbeitsalltag zurzeit gestaltet.
Stefan Dreising, Pressesprecher Uniklinikum Münster
„Nach Bekanntwerden der EHEC-Ausbreitung produzierten wir am Montag der letzten Maiwoche zuerst eine Sonderausgabe unseres Mitarbeitermagazins ‚Pulsschlag’, die wir dann nachmittags an alle Beschäftigten verteilten. Schon am Morgen hatte ich erste Presseanfragen zu dem Thema erhalten. Die Journalisten waren bei ihren Recherchen schnell auf uns gestoßen, weil Prof. Dr. Helge Karch, Direktor unseres Instituts für Hygiene, weltweit als Experte auf diesem Gebiet gilt. Er war allerdings gerade auf einem Kongress in Innsbruck – da war seine Vermittlung als Interviewpartner nicht ganz einfach. Er hat sich jedoch direkt Zeit genommen und empfing abends sogar noch ein Team der Tagesthemen in Österreich.
Krisenseminar der Agentur lege artis: Proben für den Ernstfall
Freitag, 14. Januar 2011Große Aufregung am Städtischen Klinikum: In einem anonymen Brief werden die Ärzte in der Allgemeinchirurgie des Hauses beschuldigt, für elf ungeklärte Todesfälle verantwortlich zu sein. Die Presse hat bereits Wind von der Sache bekommen und fordert Stellungnahmen ein, die Staatsanwaltschaft kündigt sich an, um Akteneinsicht zu nehmen, der Chefarzt weilt auf einer Tagung in St. Moritz und die Oberärztin ist hilflos angesichts der Vorwürfe.
Mit diesem Szenario mussten sich sieben Kliniksprecherinnen und Kliniksprecher im Rahmen eines Planspiels während des Seminars „Krisenkommunikation im Krankenhaus“ der Agentur lege artis auseinandersetzen. Den tatsächlichen Sachverhalt ermitteln, Mitarbeiter informieren, Pressemitteilungen und eine Pressekonferenz vorbereiten, das permanent klingelnde Telefon bedienen, besorgte Angehörige beruhigen und selbst einen kühlen Kopf bewahren – alle Teilnehmer hatten einiges zu tun, um der Situation Herr zu werden.
Loveparade: Zwei Wochen Ausnahmezustand
Donnerstag, 19. August 2010
21 Tote, mehrere Hundert Verletzte und viele traumatisierte Teilnehmer sind die traurige Bilanz der Loveparade, die am Samstag, den 24. Juli 2010, in Duisburg stattfand. Annette Debusmann, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Marketing der Malteser St. Anna gGmbH in Duisburg, war nach dem Unglück Ansprechpartnerin für Journalisten und organisierte den Besuch hochrangiger Politiker in ihrem Haus. Im Interview mit kliniksprecher.de berichtet sie von ihrer Arbeit in den vergangenen Wochen.
