Archiv für die Kategorie ‘Patientenkommunikation’

Patientengespräche im Fokus

Freitag, 18. Februar 2011

Zwei Stunden im Wartezimmer, die besten Zeitschriften bereits gelesen und den zweiten Becher Automatenkaffee heruntergespült. Dann vergeht eine weitere halbe Stunde im Behandlungsraum, die Poster mit Innenansichten von Lunge, Knie oder Verdauungstrakt sind beinahe auswendig gelernt. Endlich kommt der Doktor – und nimmt sich geschlagene zehn Minuten Zeit, um den Patienten mit medizinischen Fachbegriffen zu verwirren. Dieser versteht nur Bahnhof, aber bevor er nachfragen kann, ist der Arzt ins nächste Zimmer verschwunden.

Leider spielt sich diese Szene im Alltag von so mancher deutscher Praxis oder Krankenhausstation ab. Ärzte müssen viele Patienten behandeln und haben daher kaum Zeit, sich auf jeden einzelnen wirklich einzustellen. Dabei verläuft das Behandlungsgespräch häufig knapp und ohne ausführliche Erläuterungen zu Krankheitsbild und Diagnose. Als Patient wird man zwar medizinisch behandelt, aber gut aufgehoben und betreut fühlt man sich nicht.

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Süchtig nach Krankheiten

Montag, 14. Februar 2011

Heute haben sie Leukämie, morgen eine Lungenentzündung: Bei Menschen, die zu Krankheitsängsten neigen, reichen oft schon Kopfschmerzen, um dahinter eine bösartige Krankheit zu vermuten. Das Internet schürt diesen Tick sogar: 90 Prozent aller hypochondrisch veranlagten Menschen entwickeln sich laut US-Wissenschaftler Brian Fallon zu so genannten Cyberchondern. Sie verbringen täglich mehrere Stunden im Netz, klicken sich von einem Gesundheitsforum zum nächsten – und sehen ihre schlimmsten Befürchtungen bestätigt, berichtet stern.de.

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Neue Leitbilder braucht das Land

Montag, 07. Februar 2011

„Wir sind Marktführer in …“, „Der Mensch steht im Mittelpunkt“, „Kundenorientierung ist für uns selbstverständlich“: Sätze wie diese finden sich zuhauf in Unternehmensleitbildern – leider, findet Managementberaterin Anne M. Schüller. Sie fordert in ihrem Statement nicht nur neue Leitbildprozesse mit Mitarbeitern und Kunden, sondern auch eine stärkere Werteorientierung. Die sei in Zeiten globaler Finanz- und Wirtschaftskrisen im Kommen.

Über diesen Aufruf mögen viele Sozialunternehmer nur müde lächeln. Schließlich beruht das Geschäft von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen seit jeher auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit – Attribute, die sich nicht nur im Arbeitsalltag, sondern auch in sämtlichen Leitbildern dieser Einrichtungen wiederfinden. Was also hat Anne Schüllers Plädoyer mit ihnen zu tun?
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Gesundheitskampagnen: prominent, polemisch oder peinlich?

Dienstag, 01. Februar 2011

Schon mal etwas vom Couric-Effekt gehört? Übertragen auf deutsche Verhältnisse müsste es dann auch den Stahnke-Effekt geben: Ebenso wie die amerikanische Nachrichtensprecherin Katie Couric unterzog sich die ehemalige „Tagesschau“-Sprecherin einer öffentlichen Darmspiegelung. In den USA zog die medienwirksame Aktion – die Zahl der Bürger, die die Vorsorgeuntersuchung wahrnahm, stieg um zwanzig Prozent. Aus Deutschland sind keine nennenswerten Ergebnisse der Kampagne mit Susan Stahnke bekannt. Prominente sind also nicht zwangsläufig das beste Zugpferd für eine Botschaft. Dieses Beispiel einer außergewöhnlichen Gesundheitskampagne und noch einige mehr zeigt die Süddeutsche in einer Fotostrecke.

Sind drastische Bilder immer ein Hingucker? Ist persönliche Ansprache bei Gesundheitsthemen das Mittel der Wahl? Soll die Botschaft mit dem Holzhammer eingetrichtert werden oder lieber durch die Hintertür schleichen? Entscheiden Sie selbst!

Weiterempfehlungen zählen – auch im Gesundheitsbereich

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Nicht nur Autos, Bekanntschaften oder Weihnachtsgeschenke werden im Internet gesucht, sondern auch Krankenversicherungen, Ärzte oder apothekenpflichtige Medikamente – also Informationen aus dem Gesundheitsbereich. Wichtige Entscheidungsgrundlage bilden hierbei Kommentare anderer User oder Bewertungsportale. Mehr als die Hälfte aller Deutschen zieht eine Online-Suchmaschine zurate, wenn es um Themen aus diesem Bereich geht. Das ergab eine Umfrage der Agentur Fleishman-Hillard in Kooperation mit Harris Interactive.

Dieses Ergebnis ist für Krankenhäuser in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich: Zeigt es doch, dass keine Klinik es sich heutzutage mehr leisten kann, auf einen modernen, zielgruppengerechten Internetauftritt zu verzichten. Wenn die schöne, neue Website erstmal an den Start gegangen ist, kommt es darüber hinaus noch darauf an, sie für die Suchmaschinen zu optimieren: der Fachbegriff dafür lautet SEO (Search Engine Optimization). Dies führt idealerweise dazu, dass der Internetauftritt bei den Suchmaschinen auf den oberen Plätzen erscheint. Doch auch eine perfekt überarbeitete Website wird nicht zwangsläufig gefunden, da die Kriterien sich immer wieder verändern. Zu einer Suchmaschinenoptimierung gehört beispielsweise die Verschlagwortung der gezeigten Fotos und Grafiken. Auch Links von anderen Seiten, die höher bewertet werden als man selbst, haben positive Effekte. Dennoch ist SEO eine Kunst für sich – und gehört bestenfalls in die Hände eines Fachmanns. (weiterlesen…)