Archiv für die Kategorie ‘Patientenkommunikation’

Weiterempfehlungen zählen – auch im Gesundheitsbereich

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Nicht nur Autos, Bekanntschaften oder Weihnachtsgeschenke werden im Internet gesucht, sondern auch Krankenversicherungen, Ärzte oder apothekenpflichtige Medikamente – also Informationen aus dem Gesundheitsbereich. Wichtige Entscheidungsgrundlage bilden hierbei Kommentare anderer User oder Bewertungsportale. Mehr als die Hälfte aller Deutschen zieht eine Online-Suchmaschine zurate, wenn es um Themen aus diesem Bereich geht. Das ergab eine Umfrage der Agentur Fleishman-Hillard in Kooperation mit Harris Interactive.

Dieses Ergebnis ist für Krankenhäuser in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich: Zeigt es doch, dass keine Klinik es sich heutzutage mehr leisten kann, auf einen modernen, zielgruppengerechten Internetauftritt zu verzichten. Wenn die schöne, neue Website erstmal an den Start gegangen ist, kommt es darüber hinaus noch darauf an, sie für die Suchmaschinen zu optimieren: der Fachbegriff dafür lautet SEO (Search Engine Optimization). Dies führt idealerweise dazu, dass der Internetauftritt bei den Suchmaschinen auf den oberen Plätzen erscheint. Doch auch eine perfekt überarbeitete Website wird nicht zwangsläufig gefunden, da die Kriterien sich immer wieder verändern. Zu einer Suchmaschinenoptimierung gehört beispielsweise die Verschlagwortung der gezeigten Fotos und Grafiken. Auch Links von anderen Seiten, die höher bewertet werden als man selbst, haben positive Effekte. Dennoch ist SEO eine Kunst für sich – und gehört bestenfalls in die Hände eines Fachmanns. (weiterlesen …)

„Patienten möchten Informationen von einem Partner haben, dem sie vertrauen können“

Montag, 04. Oktober 2010

Das „Maasstad Ziekenhuis“ (Maasstad Krankenhaus) in Rotterdam/Niederlande geht in der Kommunikation mit seinen Zielgruppen neue Wege: Seit rund zwei Jahren mischt es im Social Web mit, etwa in Netzwerken wie Facebook oder dem niederländischen Hyves. Geschäftsführer Paul Smits hat diese Entwicklung vorangetrieben und die Klinik auf dem Weg unter die niederländischen Top-Krankenhäuser begleitet. Im Interview mit kliniksprecher.de erklärt er, welche Rolle Krankenhäuser für Patienten im Internet künftig spielen könnten.

Drei Fragen an …

Dienstag, 21. September 2010

… Dr. med. Rainer Nierhoff, Facharzt für Innere Medizin und Bezirksstellenleiter der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Niedergelassene Ärzte sind als Einweiser eine wichtige Zielgruppe von Krankenhäusern. Doch nach welchen Kriterien wählen sie Kliniken aus, wenn ihre Patienten stationär behandelt werden müssen? kliniksprecher.de sprach im Vorfeld des Kliniksprechertags mit dem niedergelassenen Arzt Dr. med. Rainer Nierhoff. Als Bezirksstellenleiter der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe vertritt er bei der Podiumsdiskussion auf dem Kliniksprechertag die Position der niedergelassenen Ärzte.

kliniksprecher.de: Auf welche Aspekte achten Sie bei der Einweisung von Patienten?

Dr. med. Rainer Nierhoff:
Ein sehr bedeutsames Kriterium für einen niedergelassenen Arzt ist die ärztliche Qualifikation in Krankenhäusern. Ich entscheide von Fall zu Fall, welches Haus für meine Patienten am ehesten in Frage kommt. Dann spielt natürlich auch die pflegerische Komponente eine Rolle: Fühlten sich meine Patienten gut behandelt? War das Personal freundlich? Wenn ärztliche und pflegerische Qualität gegeben sind, dann überweise ich meine Patienten mit gutem Gewissen dorthin. (weiterlesen …)

Drei Fragen an…

Montag, 06. September 2010

… Dr. Eva Baumann, Geschäftsführerin der thalamo GmbH.

Über welche Kanäle erreichen Krankenhäuser potenzielle Patienten am besten? Und welcher Instrumente bedarf es, um diese Kanäle zu ermitteln? Dr. Eva Baumann berät Gesundheitseinrichtungen in strategischer Kommunikation. Auf kliniksprecher.de erläutert sie, wie sich das Informationsverhalten der heterogenen Zielgruppe Patient erkunden lässt.

kliniksprecher.de: Welche Erkenntnisse gibt es in der Wissenschaft darüber, wie sich Patienten zum Thema Gesundheit informieren?

Dr. Eva Baumann: Versicherte und Patienten müssen in der Gesundheitsversorgung zunehmend Entscheidungen selbst treffen. Daraus resultiert auch eine Veränderung ihres Informationsverhaltens: Insgesamt sind sie aktiver geworden. Besonders das Internet eröffnet jenen, die gezielt suchen, vielfältige Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten. Aber nicht jeder kann oder will sich gleichermaßen mit der eigenen Gesundheit auseinandersetzen. Inwiefern alle Patienten diese Optionsvielfalt wahrnehmen und wie sich dies letztlich auf ihr Gesundheitsverhalten auswirkt, hängt von vielen miteinander verwobenen Faktoren ab. Pauschale Aussagen über das Informationsverhalten der Patienten lassen sich daher kaum formulieren. Sie richten ihr Handeln an ihren persönlichen Interessen und Bedürfnissen aus und passen es flexibel ihrer jeweiligen Lebenssituation an.

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Drei Fragen an …

Mittwoch, 25. August 2010

Christoph Kranich… Christoph Kranich, Leiter der Fachabteilung Gesundheit und Patientenschutz der Verbraucherzentrale Hamburg

Im Vorfeld des Kliniksprechertages stellen wir Ihnen die Referenten näher vor. Dazu werden wir in den nächsten Wochen regelmäßig Kurzinterviews mit allen Experten veröffentlichen. Diese Woche berichtet Christoph Kranich im Interview mit kliniksprecher.de, worauf Krankenhäuser beim Beschwerdemanagement achten sollten.

kliniksprecher.de: Was sind die häufigsten Fragen, mit denen Krankenhauspatienten sich an Sie wenden?

Christoph Kranich: Patienten treten mit unterschiedlichen Anliegen an uns heran. Häufig suchen sie bereits vor einer Behandlung Rat, zum Beispiel bei der Wahl des bestmöglichen Krankenhauses. Durch die immense Flut an Informationen im Internet sind nämlich viele Patienten verunsichert und brauchen Orientierung. Während ihres Krankenhausaufenthaltes stehen wir ihnen ebenfalls zur Seite. Oftmals kennen sie ihre Rechte nicht oder sind unsicher, wie sie dem behandelnden Arzt ihre Anliegen mitteilen können. Auch nach der Behandlung bleibt die Verbraucherzentrale eine unabhängige Anlaufstelle bei Beschwerden jeder Art, beispielsweise beim Verdacht auf Behandlungsfehler.

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