Zwei schöne Lehrstücke in Sachen Kommunikation geisterten dieser Tage durch die Presse: der schon vielfach diskutierte Fall Schlecker und die Photoshop-Panne der Sparda-Bank. Beide zeigen par excellence, dass sich die Kommunikationswelt durch das Social Web verändert hat.
Der Brief, den der Leiter der Schlecker-Unternehmenskommunikation an einen Kritiker des grandiosen Slogans „For you. Vor Ort“ schickte, hätte vielleicht gar nicht den Weg ins Netz gefunden, wenn sich der Absender selbst nicht so peinlich-bemüht von seiner Zielgruppe distanziert hätte. So aber jagte das Schreiben durch Facebook, verbreitete sich rasant weiter und bescherte Schlecker einen PR-Skandal. Blogger Sascha Lobo fasst den Kern des Problems treffend zusammen: „Der Schleckerskandal, der eigentlich keiner ist, sondern nur Normalarroganz gepaart mit fehlendem Wissen über die digitale Vernetzung“. Wer heute kommuniziert – und sei es nur ein Brief – müsse die Wirkung bedenken, denn, so Lobo: „Die digitale, soziale Vernetzung kann solche Mikroöffentlichkeiten mit nur einem Klick durch nur einen Teilnehmer in eine Makroöffentlichkeit verwandeln.“ (weiterlesen…)