Archiv für die Kategorie ‘Wissensmanagement’

Public Reporting – Erhöht Transparenz die Qualität?

Freitag, 29. Januar 2016

Wenn Krankenhäuser, Ärzte und Pflegeeinrichtungen Qualitätsdaten veröffentlichen, verbessert das die Versorgung – so lautet eine der zentralen Aussagen des aktuellen „Spotlight Gesundheit“. Das Impulspapier der Bertelsmann Stiftung erscheint mehrmals im Jahr und befasst sich mit aktuellen Themen und Herausforderungen im Gesundheitssystem. Als Teil des Projekts „Weisse Liste“ hat die Stiftung diesmal eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebene Analyse von rund 150 europäischen und amerikanischen Studien zum Thema Public Reporting ausgewertet. Zusätzlich wurden weitere Untersuchungen, wie zum Beispiel eine Onlinebefragung aus dem vergangenen Jahr und der Gesundheitsmonitor 2012, zurate gezogen. Unter Public Reporting im Gesundheitswesen versteht man eine regelmäßige Veröffentlichung von Arbeitsergebnissen, etwa die Qualitätsberichte von Krankenhäusern. Damit soll es Patienten einfacher gemacht werden, die Qualität von Gesundheitsdienstleistern einzuschätzen. (mehr …)

Big Data in Europa und die kritischen Deutschen

Freitag, 22. Januar 2016

Wir Deutschen sind grundsätzlich eher skeptisch, was den Umgang mit unseren Daten angeht – insbesondere, wenn diese die Gesundheit betreffen. Generell haben nur 17 Prozent der Deutschen das Gefühl, die Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu haben. Das fand das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation in einer aktuellen Studie heraus; ihr Titel: Big Data – Wann Menschen bereit sind, ihre Daten zu teilen. Um dieser zentralen Frage nachzugehen, wurden über 8.000 Europäer aus acht Ländern (unter anderem Großbritannien, Frankreich und Spanien) telefonisch befragt. In Deutschland kamen über 1.200 Personen zu Wort. (mehr …)

Konsilium 2.0: SurgeryNet.de vernetzt Chirurgen deutschlandweit

Dienstag, 25. Juni 2013

Wie würden Sie die Fraktur einschätzen, Herr Kollege? Gerade auf dem zuweilen kniffligen Gebiet der Chirurgie ist ein fachlich versierter Rat unter Medizinern goldwert. Die gute Nachricht: Im Zeitalter der sozialen Medien ist der Austausch nur noch wenige Mausklicke entfernt – zu jeder Zeit und an jedem Ort. So bietet die Internet-Plattform SurgeryNet.de Chirurgen und Studierenden die Gelegenheit, sich im Netz auszutauschen und zu beraten. (mehr …)

Rezension: „Weil du arm bist, musst du früher sterben“

Montag, 30. Januar 2012

„Der mündige Patient gibt seine Eigenständigkeit auf, wenn er krank wird. Er begibt sich als Patient in die Hände der Medizin und liefert sich einem unbekannten System aus.“

Diese Passage aus dem Vorwort des Buchs „Weil du arm bist, musst du früher sterben – der ohnmächtige Patient“ von Christoph Lohfert zeigt, wie sehr sich Anspruch und Wirklichkeit der Patientenautonomie unterscheiden. Der Autor, seit über 40 Jahren als Berater großer Krankenhäuser und Universitätskliniken tätig, zeigt schonungslos die Defizite im deutschen Gesundheitssystem auf.

In Kliniken mangele es nicht an fortschrittlicher Medizin oder Forschung, sondern eher an funktionierender Organisation und sinnvollen Strukturen, so die These des Beraters. Schaden für den Patienten entstehe meist, weil Informationen falsch weitergegeben oder Therapien nicht koordiniert würden. Der berüchtigte ärztliche Fehler sei nur selten Grund für eine vermeidbare Schädigung eines Kranken.
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Buchempfehlung: Fehlzeiten-Report 2011

Donnerstag, 12. Januar 2012

Über das Reizthema Burnout rückte „Gesundheit im Beruf“ im vergangenen Jahr mehr denn je in den öffentlichen Fokus. Doch wie viele Fehltage haben deutsche Arbeitnehmer im Schnitt? Wo liegen die Gründe? Und wie sind der Führungsstil der Chefetage und die Gesundheit der Belegschaft miteinander verbunden? Auf diese und viele weitere Fragen zum Themenkomplex Krankenstand gibt der Fehlzeiten-Report 2011 eine Antwort. Die alljährliche Analyse, die vom Wissenschaftlichen Institut der AOK, der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik veröffentlicht wird, liefert neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Best-Practice-Beispiele aus Unternehmen. (mehr …)