09
Okt
2017
Gesundheitskommunikation    von: Ploghöft

Krankenhauskommunikation in Deutschland und in den Niederlanden: Publikation erschienen

Was können deutsche und niederländische Krankenhäuser in puncto Kommunikation voneinander lernen? Diese Frage beschäftigte ein wissenschaftliches Forschungsprojekts des Zentrums für Niederlande-Studien der WWU Münster und der Kommunikationsagentur lege artis (Zeitraum 2014–2015). Der Schwerpunkt lag auf dem Bereich Onlinekommunikation. Die Ergebnisse finden sich jetzt in dem Band „Organisationskommunikation von Krankenhäusern online – Die Niederlande und Deutschland im Vergleich“ von Dr. Lisa Terfrüchte, Zentrum für Niederlande-Studien.

Bereits 2014 fand eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Praxis zu einigen der Forschungsfragen statt. Auf einer anschließenden Fachtagung mit Kommunikationsverantwortlichen aus Krankenhäusern wurden 2015 dann erste Erkenntnisse vorgestellt. Der kürzliche erschienene Band gibt nun eine wissenschaftliche Einordnung der Thematik und fasst die Ergebnisse in Aufsatzform zusammen.

Unterschiede bei der Social Media-Nutzung
Welchen Eindruck vermitteln die Startseiten der jeweiligen Corporate Websites? Was für eine Bildsprache verwenden deutsche und niederländische Häuser? Welche Rolle spielt Social Media? Welche Inhalte werden wie kommuniziert, etwa über Facebook und Twitter?

Erkenntnisse waren beispielsweise:

  • Kinder sind für die Niederländer offenbar eine wichtige Zielgruppe: Fast die Hälfte der niederländischen Websites hatte Angebote, die sich ausschließlich an Kinder richteten.
  • Niederländische Krankenhäuser riefen etwa per Facebook zu mehr Interaktionen auf als deutsche Krankenhäuser.
  • Auch die Nutzung von YouTube stellte sich recht unterschiedlich dar: Während die Niederländer diesen Kanal oftmals einsetzten, um Abläufe zu erklären, spielte YouTube bei den untersuchten deutschen Häusern keine große Rolle.

Ergänzend zur Hauptstudie enthält der Band auch drei Fallstudien zu einzelnen Bereichen der Organisationskommunikation, beispielsweise zu „Krankenhauskommunikation in Zeiten des Shitstorms“. Grundlage der Hauptstudie war eine Inhaltsanalyse der Websites und Social-Media-Kanäle von 238 deutschen und 49 niederländischen Krankenhäusern zwischen Mai und Juli 2014. Die Inhaltsanalyse wurde unter Mitarbeit von Studierenden des Zentrums für Niederlande-Studien und des Fachbereichs Kommunikationsmanagement der Hochschule Osnabrück durchgeführt und ausgewertet.

Der 338-seitige Band „Organisationskommunikation von Krankenhäusern online – Die Niederlande und Deutschland im Vergleich“ von Dr. Lisa Terfrüchte ist in der Reihe „Schriften aus dem Haus der Niederlande“ erschienen, kostet 26,80 Euro und kann unter anderem über die Verlagswebsite bestellt werden (ISBN: 978-3-8405-1000-7).

    Tags: , , , ,

    Kommentar schreiben