28
Apr
2010
Patientenkommunikation    von: Fischer

Unbeliebt und unzureichend: der Beipackzettel

Die klassische Packungsbeilage reicht den meisten Patienten nicht, um sich über ein verschriebenes Medikament zu informieren. Viele Patienten wünschen sich eine zusätzliche Broschüre, die ihnen erklärt, warum sie das Medikament überhaupt einnehmen sollen, wie das Arzneimittel wirkt und mit welchen Folgen die Betroffenen rechnen müssen, wenn sie es nicht einnehmen. Daneben legen sie Wert auf eine ansprechende Gestaltung, leichte Verständlichkeit und nicht-medikamentöse Tipps, die die Therapie unterstützen. Das zeigen die Zwischenergebnisse der Studie „Patientenpräferenzen bei Informationen über Wirkungen und Nebenwirkungen von Arzneimitteln“, die zurzeit am Lehrstuhl für Allgemeinmedizin und Familienmedizin der Universität Witten/Herdecke durchgeführt wird.

Ziel der Studie ist es, die Medikamenteninformationen den Bedürfnissen der Patienten anzupassen und gerade bei chronisch Kranken die Therapietreue zu erhöhen. Auf Grundlage der Zwischenergebnisse entwickelt das Forschungsteam nun Musterbroschüren zu den Themen Diabetes, Bluthochdruck und erhöhter Cholesterinspiegel, die anschließend von Patienten in allgemeinmedizinischen Arztpraxen bewertet werden. Zudem wird getestet, ob die Patienten ihr Wissen über das Arzneimittel steigern konnten.

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