Save the date - 14. März 2018 - 12. Kliniksprechertag
09
Mrz
2015
Veranstaltungen    von: Vanessa Wiering

Resilient durch Kommunikation: Rege Diskussionen am 8. Kliniksprechertag in Münster

8_Kliniksprechertag_049„Was uns nicht umbringt, macht uns stärker!“ Mit diesem Zitat des Philosophen Friedrich Nietzsche stimmte Moderator Dr. Achim Baum, Seniorpartner der Agentur lege artis und Professor für Kommunikationsmanagement an der Hochschule Osnabrück, auf die Thematik des 8. Kliniksprechertags am 5. März ein. Einen ersten Ansatz zur Widerstandfähigkeit durch Kommunikation bot Dr. Christian Schwägerl, Professor am Institut für Kommunikationsmanagement der Hochschule Osnabrück. Er betonte: „Mitarbeiter sollten als Teil der Strategieentwicklung gesehen und mobilisiert werden. Resilienz setzt die Aktivierung von Personen voraus.“
Diesem Standpunkt schloss sich auch Christan Blömer an und ging noch einen Schritt weiter. Der Leiter der Abteilung Medien und Konzernsprecher der EWE AG fügte hinzu: „In einem Strategieprozess sollten alle Stakeholder integriert werden. Plattformen zur Vernetzung interner Zielgruppen – etwa ein Social Intranet – sind entscheidend und können als Seismograph des Prozesses genutzt werden.“

8_Kliniksprechertag_225Der Kongress fand wie im letzten Jahr im Münsterschen Zwei-Löwen-Klub statt. Rund 50 Pressesprecher und Fachleute für Öffentlichkeitsarbeit in Krankenhäusern hatten am runden Tisch Platz genommen und diskutierten über die Möglichkeiten, Krisen kommunikativ zu bewältigen. Eine Antwort aus juristischer Sicht gab Dr. Frauke Schmid-Petersen, Rechtsanwältin der Kanzlei Höcker aus Köln. Sie forderte die Kliniksprecher auf: „Man muss sich als Unternehmen gegen negative Äußerungen wehren, denn gerade das Internet vergisst nie. Mit kleinen Maßnahmen kann man häufig mehr erreichen, als man denkt.“ Corinna Bischof, Geschäftsführerin von lege artis, illustrierte den Beitrag mit Praxisbeispielen und erläuterte Regeln, wie Unternehmen einen Shitstorm erfolgreich abwehren können.

Dr. Ariane Peine, Leiterin Marketing und Kommunikation der Bezirkskliniken Mittelfranken, sprach im anschließenden Panel darüber, Krisen als Lernprozess zu begreifen, aus denen man gestärkt hervorgehen kann. Sie berichtete außerdem von einem Krisenplanspiel, mit dem sich die Bezirkskliniken gezielt auf Krisen vorbereiten. Mithilfe dieses Managementspiels werden Krisenszenarien konkret durchgespielt und „der Krisenstab lernt, im Team zusammenzuarbeiten, Wichtiges von weniger Wichtigem zu unterscheiden sowie konkrete Schritte für den Fall einer Krise festzulegen“, so die Kommunikationsverantwortliche.

Im letzten Panel lieferte Sandra Grootz, stellvertrende Leiterin Unternehmenskommunikation der Uniklinik RWTH Aachen, einen Impuls zum Thema „Qualität zielgruppengerecht vermitteln“. Sie riet den Kliniksprechern: „Um die interne Kommunikation zu optimieren, sollten verschiedene Kanäle geschaffen werden.“ Damit griff sie Christian Blömers Empfehlung aus dem ersten Panel auf, gezielt Plattformen einzurichten. Gudula Stroetzel, Leiterin Unternehmenskommunikation der Katholischen St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund, stellte den neuen Internetauftritt ihres Hauses vor: „Die Website bietet jetzt Einstiege für verschiedene Zielgruppen. Unser Klinikfinder weist den Patienten den direkten Weg zu ihrer Fachklinik.“ Das Schlusswort des Tages hatte Moderator Achim Baum, der die Teilnehmer ermutigte, „Risiken anzunehmen, um letztendlich stärker daraus hervorzugehen.“

Weitere Impressionen vom 8. Kliniksprechertag finden Sie hier.

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