Mit ‘Ärztemangel’ getaggte Artikel

Prof. Achim Baum in „Personalwirtschaft“: „Echtes Employer Branding ist eine Frage der Unternehmenskultur“

Donnerstag, 22. September 2011

„Starre Hierarchien mit Befehlston funktionieren nicht mehr“, titelt das Interview im Personalwirtschafts-Special zum Thema Gesundheitswirtschaft. Dr. Achim Baum, Professor für Kommunikationsmanagement an der Hochschule Osnabrück und Senior der Agentur lege artis, weist mit dieser Aussage auf ein grundlegendes Problem des Employer Brandings hin: Was für Arbeitnehmer wirklich zähle, sei der Umgang miteinander.

Als ersten Schritt, um das Arbeitsklima entscheidend zu verbessern, empfiehlt Professor Achim Baum daher eine ehrliche und offene Analyse, die viele Mitarbeiter beteiligt: Das ermittelte Image als Arbeitgeber sei nämlich oft bedenkenswert. Er rät Unternehmen, anschließend einen Veränderungsprozess anzustoßen und über Stressfaktoren zu sprechen. (weiterlesen …)

Familienfreundliche Kliniken gesucht

Freitag, 29. Juli 2011

Es ist nun wahrlich keine Neuigkeit mehr, dass Krankenhäuser – zum Teil händeringend – nach Ärzten suchen. Mediziner können sich daher ihren Arbeitsplatz aussuchen. Bietet der aktuelle Arbeitgeber nicht flexible Arbeitszeitmodelle oder Kinderbetreuungsmöglichkeiten, stimmen die Ärzte mit den Füßen ab und sind weg. Aber wie erkennen Bewerber ein familienfreundliches Krankenhaus? In Stellenausschreibungen werben fast alle mit vielfältigen Angeboten „zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Der Bundesverband der Chirurgen (BDC) geht der Sache nun auf den Grund und forscht mit einer umfangreichen Befragung unter Kolleginnen und Kollegen selbst nach den familienfreundlichen Krankenhäusern. (weiterlesen …)

Das Land, wo Milch und Honig fließen?

Donnerstag, 12. August 2010

Für viele Ärzte, vermehrt auch für Jungmediziner, ist die Schweiz das Land ihrer Träume. In der Hoffnung, dort bessere Arbeitsbedingungen vorzufinden, wandern viele Deutsche aus (vgl. Zeit Online-Artikel vom 22. Mai 2010). Aber ist es in der Schweiz tatsächlich um so vieles besser als in Deutschland? Bei Schweizer Assistenzärzten überwiegt nämlich eher bittere Enttäuschung als Freude am Beruf. „Es wird erwartet, dass wir uns alles gefallen lassen“, so ein Schweizer Assistenzarzt in einem Interview mit dem Magazin NZZ Folio. Die jungen Mediziner müssen so einiges ertragen: Obwohl die wöchentliche Arbeitszeit auf 50 Stunden begrenzt ist, sind 12-Tage-Schichten und Überstunden keine Ausnahme. Im Gegenteil: Der Verband der Schweizerischen Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte berichtet von Fällen, in denen Chefärzte ihren Untergebenen empfehlen, nach der regulären Arbeitszeit auszustempeln und trotzdem weiterzuarbeiten. Etliche Assistenzärzte nehmen diese unbezahlten Überstunden in Kauf, um auf die Anzahl der Operationen zu kommen, die für den Facharzttitel nötig sind. (weiterlesen …)

„Froh zu sein bedarf es wenig“

Montag, 02. August 2010

… so titelt Felix Berth auf sueddeutsche.de. Wie ging das Lied doch gleich weiter? „Und wer froh ist, ist ein König“. Oder eine Frau. Zwei Studien von Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der Universität Bielefeld und der Universität Konstanz ergaben: Frauen genügt ein geringeres Gehalt als Männern. Darüber hinaus ist das weibliche Geschlecht offenbar der Ansicht, dass es auch tatsächlich weniger verdienen sollte. Das Ergebnis überraschte sogar die Wissenschaftler. Diese Äußerungen standen übrigens nicht in Zusammenhang mit dem Bildungsgrad der Probandinnen – studierte Frauen und ungelernte Hilfsarbeiterinnen antworteten hier einhellig.

Frauen erhalten im Schnitt 20 Prozent weniger Lohn als Männer – eine Tatsache. Dass sie diesen Unterschied allerdings tolerieren bzw. gutheißen, steht auf einem ganz anderen Blatt. So empfanden befragte Frauen und Männer in einer der Studien ein bestimmtes Gehalt bei einem Arzt als gerechtfertigt. Bei einer Ärztin beurteilten sie einen niedrigeren Lohn als angemessen, obwohl alle begleitenden Umstände gleich waren. Das Verfahren der Erhebung erfuhr im Nachgang zwar Kritik (vgl. Printausgabe der FAZ vom 10. Juli 2010), dennoch steht das Ergebnis der Studie nun erstmal und wurde medial vielfach aufgegriffen. (weiterlesen …)

Die Zukunft der Medizin ist weiblich

Mittwoch, 07. Juli 2010

…schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrem Artikel „Die Ärztinnen sind da“ und greift damit einen Trend auf. Bereits jetzt sind 64 Prozent der Medizinstudenten Frauen – voraussichtlich werden es sogar noch mehr. Bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft stellt sich für sie fast immer auch die Frage: Karriere oder Kinder? Beides ginge ja wohl nicht. Denn noch scheint die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Medizin ein schwieriges Feld zu sein, insbesondere für Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben. Die Medizinische Hochschule Hannover ist bislang eine Ausnahme im Hochschulsystem: Sie bietet den Beschäftigten 375 eigene Krippen- und Kitaplätze. Obwohl das die hohe Nachfrage nicht deckt, geht die MHH damit einen Schritt in die richtige Richtung, um Wissenschaftlerinnen eine Karriere mit Kind schmackhaft zu machen. (weiterlesen …)