Mit ‘Ärztinnen’ getaggte Artikel

„Froh zu sein bedarf es wenig“

Montag, 02. August 2010

… so titelt Felix Berth auf sueddeutsche.de. Wie ging das Lied doch gleich weiter? „Und wer froh ist, ist ein König“. Oder eine Frau. Zwei Studien von Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der Universität Bielefeld und der Universität Konstanz ergaben: Frauen genügt ein geringeres Gehalt als Männern. Darüber hinaus ist das weibliche Geschlecht offenbar der Ansicht, dass es auch tatsächlich weniger verdienen sollte. Das Ergebnis überraschte sogar die Wissenschaftler. Diese Äußerungen standen übrigens nicht in Zusammenhang mit dem Bildungsgrad der Probandinnen – studierte Frauen und ungelernte Hilfsarbeiterinnen antworteten hier einhellig.

Frauen erhalten im Schnitt 20 Prozent weniger Lohn als Männer – eine Tatsache. Dass sie diesen Unterschied allerdings tolerieren bzw. gutheißen, steht auf einem ganz anderen Blatt. So empfanden befragte Frauen und Männer in einer der Studien ein bestimmtes Gehalt bei einem Arzt als gerechtfertigt. Bei einer Ärztin beurteilten sie einen niedrigeren Lohn als angemessen, obwohl alle begleitenden Umstände gleich waren. Das Verfahren der Erhebung erfuhr im Nachgang zwar Kritik (vgl. Printausgabe der FAZ vom 10. Juli 2010), dennoch steht das Ergebnis der Studie nun erstmal und wurde medial vielfach aufgegriffen. (weiterlesen…)

Die Zukunft der Medizin ist weiblich

Mittwoch, 07. Juli 2010

…schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) in ihrem Artikel „Die Ärztinnen sind da“ und greift damit einen Trend auf. Bereits jetzt sind 64 Prozent der Medizinstudenten Frauen – voraussichtlich werden es sogar noch mehr. Bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft stellt sich für sie fast immer auch die Frage: Karriere oder Kinder? Beides ginge ja wohl nicht. Denn noch scheint die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Medizin ein schwieriges Feld zu sein, insbesondere für Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben. Die Medizinische Hochschule Hannover ist bislang eine Ausnahme im Hochschulsystem: Sie bietet den Beschäftigten 375 eigene Krippen- und Kitaplätze. Obwohl das die hohe Nachfrage nicht deckt, geht die MHH damit einen Schritt in die richtige Richtung, um Wissenschaftlerinnen eine Karriere mit Kind schmackhaft zu machen. (weiterlesen…)