… so titelt Felix Berth auf sueddeutsche.de. Wie ging das Lied doch gleich weiter? „Und wer froh ist, ist ein König“. Oder eine Frau. Zwei Studien von Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der Universität Bielefeld und der Universität Konstanz ergaben: Frauen genügt ein geringeres Gehalt als Männern. Darüber hinaus ist das weibliche Geschlecht offenbar der Ansicht, dass es auch tatsächlich weniger verdienen sollte. Das Ergebnis überraschte sogar die Wissenschaftler. Diese Äußerungen standen übrigens nicht in Zusammenhang mit dem Bildungsgrad der Probandinnen – studierte Frauen und ungelernte Hilfsarbeiterinnen antworteten hier einhellig.
Frauen erhalten im Schnitt 20 Prozent weniger Lohn als Männer – eine Tatsache. Dass sie diesen Unterschied allerdings tolerieren bzw. gutheißen, steht auf einem ganz anderen Blatt. So empfanden befragte Frauen und Männer in einer der Studien ein bestimmtes Gehalt bei einem Arzt als gerechtfertigt. Bei einer Ärztin beurteilten sie einen niedrigeren Lohn als angemessen, obwohl alle begleitenden Umstände gleich waren. Das Verfahren der Erhebung erfuhr im Nachgang zwar Kritik (vgl. Printausgabe der FAZ vom 10. Juli 2010), dennoch steht das Ergebnis der Studie nun erstmal und wurde medial vielfach aufgegriffen. (weiterlesen…)