Mit ‘Berufszufriedenheit’ getaggte Artikel

„Froh zu sein bedarf es wenig“

Montag, 02. August 2010

… so titelt Felix Berth auf sueddeutsche.de. Wie ging das Lied doch gleich weiter? „Und wer froh ist, ist ein König“. Oder eine Frau. Zwei Studien von Wissenschaftlern des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der Universität Bielefeld und der Universität Konstanz ergaben: Frauen genügt ein geringeres Gehalt als Männern. Darüber hinaus ist das weibliche Geschlecht offenbar der Ansicht, dass es auch tatsächlich weniger verdienen sollte. Das Ergebnis überraschte sogar die Wissenschaftler. Diese Äußerungen standen übrigens nicht in Zusammenhang mit dem Bildungsgrad der Probandinnen – studierte Frauen und ungelernte Hilfsarbeiterinnen antworteten hier einhellig.

Frauen erhalten im Schnitt 20 Prozent weniger Lohn als Männer – eine Tatsache. Dass sie diesen Unterschied allerdings tolerieren bzw. gutheißen, steht auf einem ganz anderen Blatt. So empfanden befragte Frauen und Männer in einer der Studien ein bestimmtes Gehalt bei einem Arzt als gerechtfertigt. Bei einer Ärztin beurteilten sie einen niedrigeren Lohn als angemessen, obwohl alle begleitenden Umstände gleich waren. Das Verfahren der Erhebung erfuhr im Nachgang zwar Kritik (vgl. Printausgabe der FAZ vom 10. Juli 2010), dennoch steht das Ergebnis der Studie nun erstmal und wurde medial vielfach aufgegriffen. (weiterlesen…)

Es hat sich ausgewandert

Montag, 03. Mai 2010

Unserem medizinischen Nachwuchs verspricht die „Zeit“ eine rosige Zukunft: 5000 Stellen in deutschen Krankenhäusern sind unbesetzt, die Arztgehälter wachsen im zweistelligen Prozentbereich und eine Facharztausbildung gibt es jetzt sogar vertraglich garantiert. Die These des Autors: Der Anreiz, als Assistenzarzt ins Ausland zu gehen, dürfte unter diesen Bedingungen bald verschwinden.

Die Realität in deutschen Krankenhäusern sieht indes ganz anders aus. Erst eine im April erschienene Studie zeigt, dass ein Viertel der befragten Chirurgen unter den hohen beruflichen Anforderungen leidet. 80 Prozent fühlen sich nach der Arbeit zu müde für den Sportverein oder Familienaktivitäten. Fast die Hälfte der Befragten sieht die Qualität der Patientenversorgung durch Überarbeitung beeinträchtigt. Und ein Drittel träumt gar mehrere Male im Monat davon, im Ausland zu arbeiten. Die Unzufriedensten unter den Befragten sind die Assistenzärzte. (weiterlesen…)