Mit ‘Bewertungsportale’ getaggte Artikel

Verbesserungswürdig: Arztportale im Internet

Montag, 08. August 2011

Wie finden Patienten den richtigen Arzt? Welche Mediziner sind gut? Eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergab, dass immerhin 14 Prozent der Befragten das Netz als Informationsquelle für die Arztsuche nutzen. Jedoch sind diese in vielerlei Hinsicht verbesserungswürdig. „Medizinportale taugen wenig“ überschreibt ZEITonline einen Artikel, der entsprechende Studienergebnisse des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ), der Stiftung Warentest und des Internetportals getestet.de zusammenfasst.

Hauptproblem ist vor allem die geringe Anzahl von Bewertungen. Oft liegen für die eingetragenen Ärztinnen und Ärzte gar keine Bewertungen vor und auch nur sehr wenige Bewertungen können zu irreführenden Ergebnissen führen. Prof. Dr. Oliver Schöffski,  Leiter des Lehrstuhls für Gesundheitsmanagement an der Universität Erlangen, beschäftigt sich mit dem Thema und zeigt in zwei wissenschaftlichen Studien, dass viele das Angebot im Internet gerne nutzen, doch „selbst bewerten tun nur wenige“. (weiterlesen…)

Krankenhäuser: Selbstkontrolle durch Bewertungsportale?

Montag, 16. Mai 2011

Prof. Dr. Achim Baum

kliniksprecher.de stieß mit einem Beitrag zum Portal klinikbewertungen.de eine Diskussion zur Bewertungskultur im Internet an. Christoph Kranich von der Verbraucherzentrale Hamburg sprach sich auf Nachfrage von kliniksprecher.de für eine öffentliche Finanzierung von Bewertungsportalen im Gesundheitsbereich aus. Nun kommentiert Prof. Dr. Achim Baum, Kommunikationswissenschaftler an der Hochschule Osnabrück, die Entwicklung im Gesundheitsbereich.

kliniksprecher.de: Rasmus Meyer, Produktmanager bei klinikbewertungen.de, spricht von 18 Millionen Zugriffen auf das Portal im vergangenen Jahr. Was ist eigentlich das Faszinierende an diesen Foren?

Prof. Dr. Achim Baum: Überall dort, wo wir medial vermittelte Informationen und Kritik antreffen, beobachten wir auch eine Unterhaltungsfunktion im Sinne von Entertainment. Das ist insbesondere in Portalen der Fall, in denen Nutzer die Möglichkeit haben, freie Texte zu verfassen. Beobachten Sie doch einmal ihr eigenes Nutzungsverhalten: Sie klicken sich dort von einer pointierten Meinung zur nächsten und merken gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Hier tun sich oft menschliche Abgründe auf und genau die ziehen uns an. Das ist ein wenig wie im Zirkus – man könnte dieses Phänomen deshalb auch das Elefantenmensch-Syndrom nennen.
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“Solche Portale müssen öffentlich finanziert werden”

Donnerstag, 05. Mai 2011

Christoph Kranich, Verbraucherzentrale Hamburg

Im Interview mit kliniksprecher.de stellte Rasmus Meyer, Produktmanager bei klinikbewertungen.de, das Geschäftsmodell des Bewertungsportals vor. Der Knackpunkt: klinikbewertungen.de finanziert sich unter anderem durch diejenigen, die dort von den Patienten beurteilt werden sollen, nämlich die Kliniken. Um die Unabhängigkeit solcher Angebote zu wahren, plädiert Christoph Kranich von der Verbraucherzentrale Hamburg für ein öffentlich finanziertes Krankenhaus-Bewertungsportal – ähnlich dem Arzt-Navigator, den jetzt die Bertelsmann-Stiftung, AOK, Barmer GEK sowie einige Patienten- und Verbraucherverbände gestartet haben.

kliniksprecher.de: Welche Rolle spielt das Internet bei der Suche nach gesundheitsbezogenen Informationen?

Christoph Kranich: Es wird zunehmend wichtiger. Heute liegt die Nutzung des Internets für die Krankenhaussuche vielleicht noch unter zehn Prozent, aber sie wird steigen, weil das Internet schnell und aktuell ist. Außerdem werden die Jüngeren, die damit aufgewachsen sind, älter und suchen im Netz verstärkt nach gesundheitsbezogenen Informationen.
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Weiterempfehlungen zählen – auch im Gesundheitsbereich

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Nicht nur Autos, Bekanntschaften oder Weihnachtsgeschenke werden im Internet gesucht, sondern auch Krankenversicherungen, Ärzte oder apothekenpflichtige Medikamente – also Informationen aus dem Gesundheitsbereich. Wichtige Entscheidungsgrundlage bilden hierbei Kommentare anderer User oder Bewertungsportale. Mehr als die Hälfte aller Deutschen zieht eine Online-Suchmaschine zurate, wenn es um Themen aus diesem Bereich geht. Das ergab eine Umfrage der Agentur Fleishman-Hillard in Kooperation mit Harris Interactive.

Dieses Ergebnis ist für Krankenhäuser in mehrfacher Hinsicht aufschlussreich: Zeigt es doch, dass keine Klinik es sich heutzutage mehr leisten kann, auf einen modernen, zielgruppengerechten Internetauftritt zu verzichten. Wenn die schöne, neue Website erstmal an den Start gegangen ist, kommt es darüber hinaus noch darauf an, sie für die Suchmaschinen zu optimieren: der Fachbegriff dafür lautet SEO (Search Engine Optimization). Dies führt idealerweise dazu, dass der Internetauftritt bei den Suchmaschinen auf den oberen Plätzen erscheint. Doch auch eine perfekt überarbeitete Website wird nicht zwangsläufig gefunden, da die Kriterien sich immer wieder verändern. Zu einer Suchmaschinenoptimierung gehört beispielsweise die Verschlagwortung der gezeigten Fotos und Grafiken. Auch Links von anderen Seiten, die höher bewertet werden als man selbst, haben positive Effekte. Dennoch ist SEO eine Kunst für sich – und gehört bestenfalls in die Hände eines Fachmanns. (weiterlesen…)

Deutschland sucht …

Montag, 30. August 2010

… nicht nur den x-ten Superstar, das schönste Topmodel oder das Supertalent – nein, Deutschland sucht auch den Super-Arzt. Behauptet zumindest SZ-Redakteur Werner Bartens in der Kolumne „Medizin und Wahnsinn“ und nimmt damit Bezug auf die gängigen Ärztelisten. Dazu beschreibt Bartens das Zusammentreffen einer Männer-Sporttruppe, die die Wahl ihres Lieblingsspezialisten in Weiß begründet. Diese Argumentationen sind durchaus nicht immer nachvollziehbar – so wird ein geschmackvoller Teppich als ausschlaggebender Faktor für den Besuch eines Arztes genannt oder die Tatsache, dass der favorisierte Mediziner zusätzlich ein mongolisches Olympiateam betreut. (weiterlesen…)