Sie verlaufen sich, wissen nicht mehr, wo sie sind, sträuben sich gegen die Behandlung oder wollen einfach nur wieder nach Hause: Demente Patienten sind im Krankenhaus eine Zusatzbelastung für Ärzte und Pflegepersonal. Denn auch wenn sie nicht wegen ihrer Demenz, sondern wegen eines Knochenbruchs zu einem Klinikaufenthalt gezwungen sind, müssen die Krankenhaus-Mitarbeiter mit beidem zurechtkommen. Und das will im hektischen Alltag und in womöglich unterbesetzten Abteilungen erst einmal geleistet werden.
Eine derzeit laufende Studie des iso-Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft im Auftrag der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kam zu folgendem Zwischenfazit: Konzepte zur Versorgung von Demenzkranken bestehen durchaus. Stolperstein für die Durchführung sei aber das Fallpauschalen-System (DRG), das erst verändert werden müsse, um die Mehrkosten von circa 1045 Euro zu kompensieren, die ein demenzkranker Patient verursacht. Als weitere Hindernisse wurden die Barrieren auf der institutionellen Ebene genannt. Zudem wüssten viele Führungskräfte zu wenig über die Anfordernisse und mögliche Finanzierungsoptionen. (weiterlesen…)