Erstmals wurde das noch junge Berufsfeld des Kliniksprechers in einer Studie wissenschaftlich untersucht: Im Interview mit dem Gesundheitswirtschaftsmagazin kma erläutert der Seniorpartner von lege artis, Prof. Dr. Achim Baum, nun die Ergebnisse. Er stellt fest: Der Bereich hat sich zwar professionalisiert, doch auch heute arbeiten noch viele Kliniken ohne eine wirkliche Strategie in der Unternehmenskommunikation. Dass es mittlerweile zwischen 3.000 und 4.000 Mitarbeiter gibt, die sich in Krankenhäusern um Kommunikationsthemen kümmern, sei vor allem ein Resultat des steigenden Konkurrenzdrucks. Gleichwohl fehle es oftmals an einer wirklichen Kommunikationsstrategie – es reiche nicht, aus Aktionismus eine Facebook-Seite oder einen Twitter-Kanal zu eröffnen. Vielmehr müsse das Web 2.0 eingebettet werden in eine ganzheitliche Strategie. Auch im Rennen um immer knapper werdende Mitarbeiter sollten Kliniken sich darauf konzentrieren, sich als Marke zu präsentieren und diese zu pflegen. Employer Branding sei daher ein Feld, auf dem in Zukunft noch viel Arbeit auf die Kliniksprecher warte, resümiert Prof. Achim Baum.
Die Berufsfeldstudie „Profession Kliniksprecher“, an der sich bundesweit 228 Kliniksprecher beteiligt hatten, war auf dem 5. Kliniksprechertag am 14. September dieses Jahres in Münster vorgestellt worden.

