Mit ‘Kommunikationstraining’ getaggte Artikel

Patientengespräche im Fokus

Freitag, 18. Februar 2011

Zwei Stunden im Wartezimmer, die besten Zeitschriften bereits gelesen und den zweiten Becher Automatenkaffee heruntergespült. Dann vergeht eine weitere halbe Stunde im Behandlungsraum, die Poster mit Innenansichten von Lunge, Knie oder Verdauungstrakt sind beinahe auswendig gelernt. Endlich kommt der Doktor – und nimmt sich geschlagene zehn Minuten Zeit, um den Patienten mit medizinischen Fachbegriffen zu verwirren. Dieser versteht nur Bahnhof, aber bevor er nachfragen kann, ist der Arzt ins nächste Zimmer verschwunden.

Leider spielt sich diese Szene im Alltag von so mancher deutscher Praxis oder Krankenhausstation ab. Ärzte müssen viele Patienten behandeln und haben daher kaum Zeit, sich auf jeden einzelnen wirklich einzustellen. Dabei verläuft das Behandlungsgespräch häufig knapp und ohne ausführliche Erläuterungen zu Krankheitsbild und Diagnose. Als Patient wird man zwar medizinisch behandelt, aber gut aufgehoben und betreut fühlt man sich nicht.

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Keine Fragen, bitte!

Mittwoch, 05. Mai 2010

Der Arzt spricht nicht genügend mit den Krankenschwestern, er informiert sich beim Apotheker nicht über die Wechselwirkungen der Medikamente, die er verschreibt und behandelt Patienten im Schnelldurchgang, bei denen er besser mal etwas genauer nachgefragt hätte: So schildert ein niedergelassener Arzt aus einer nordrhein-westfälischen Großstadt die mangelnde Kommunikation in Krankenhäusern und Praxen auf „Welt online“.

Dabei wären doch gerade Ärzte und Schwestern ein Dreamteam im Krankenhaus: Geballtes Fachwissen versus vielerlei praktische Erfahrungen ergäben eine Kombination, die allen Patienten und nicht zuletzt auch besagten Ärzten und Schwestern zugute käme. So die blasse Theorie, doch im hierarchisch organisierten Klinikalltag dominiert scheinbar eher die Devise: „Keine Fragen, bitte!“ (weiterlesen…)