Obwohl immer mehr Frauen in der PR arbeiten – der Frauenanteil liegt bei 53 Prozent – heißt das noch lange nicht, dass sie in der Kommunikationswirtschaft besser dastehen als in anderen Branchen. Dabei steigt ihr Anteil sogar immer weiter: Eine wachsende Quote von rund 80 Prozent Berufsanfängerinnen lässt den Pressesprecher immer seltener werden. Ein paar Karriereschritte höher fällt das Geschlechterverhältnis aber bereits ganz anders aus.
Eine Studie (zum Download) des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IfKW) der Ludwig-Maximilians-Universität München ergab, dass 78 Prozent aller Führungspositionen in der PR-Branche von Männern besetzt sind. Das ist zwar einer der niedrigeren Werte der deutschen Wirtschaft, aber mit Blick auf den gesamten Wirtschaftszweig immer noch hoch genug. In Unternehmen, im Gegensatz zu den Agenturen, gibt es nur 7 Prozent weibliche Führungskräfte in den PR-Abteilungen. Zudem verdienen Frauen auch im Kommunikationsbereich weniger als ihre Kollegen. Durchschnittlich 900 Euro macht der „kleine Unterschied“ bei gleicher Arbeit monatlich aus. Zur Krönung müssen Kolleginnen öfter zuarbeiten und bekommen seltener organisatorische Verantwortung. (weiterlesen…)
