Deutschland ist digital gespalten. Auch wenn die Mehrheit der Deutschen von sich behaupten kann „Ich bin drin“, gehört für viele die Nutzung der digitalen Medien nicht zum alltäglichen Leben. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung sind „Digitale Außenseiter“. Ihr Durchschnittsalter beträgt 62,4 Jahre und sie stehen digitalen Themen eher skeptisch gegenüber. Begriffe wie Homepage, E-Mail oder Betriebssystem sind dieser Nutzergruppe sogar weitgehend unbekannt. Das zeigt die Studie „Digitale Gesellschaft in Deutschland – sechs Nutzertypen im Vergleich“ der Initiative D21.
Zusammen mit der zweitgrößten Gruppe (30 Prozent) der “Gelegenheitsnutzer“ nehmen damit rund 65 Prozent der Deutschen nur bedingt an der so genannten digitalen Gesellschaft teil. Eine Minderheit von 26 Prozent, die sich aus “Berufsnutzern” (9 Prozent), “Trendnutzern” (11 Prozent), “Digitalen Profis” (12 Prozent) und der “Digitalen Avantgarde” (3 Prozent) zusammensetzt, bewegen sich dagegen häufig und sicher in der digitalen Alltagswelt.
Die Ergebnisse sind allerdings kein Grund, digitale Kommunikationswege zu vernachlässigen. Im Gegenteil: Jüngere Zielgruppen sind ohne digitale Medien kaum noch zu erreichen und das größte Wachstum auf dem Online-Markt wird auch in Zukunft von der älteren Generation ausgehen – wie die aktuelle ARD/ZDF-Online-Studie prognostiziert.
