Archiv für die Kategorie ‘Patientenkommunikation’

Drei Fragen an…

Montag, 06. September 2010

… Dr. Eva Baumann, Geschäftsführerin der thalamo GmbH.

Über welche Kanäle erreichen Krankenhäuser potenzielle Patienten am besten? Und welcher Instrumente bedarf es, um diese Kanäle zu ermitteln? Dr. Eva Baumann berät Gesundheitseinrichtungen in strategischer Kommunikation. Auf kliniksprecher.de erläutert sie, wie sich das Informationsverhalten der heterogenen Zielgruppe Patient erkunden lässt.

kliniksprecher.de: Welche Erkenntnisse gibt es in der Wissenschaft darüber, wie sich Patienten zum Thema Gesundheit informieren?

Dr. Eva Baumann: Versicherte und Patienten müssen in der Gesundheitsversorgung zunehmend Entscheidungen selbst treffen. Daraus resultiert auch eine Veränderung ihres Informationsverhaltens: Insgesamt sind sie aktiver geworden. Besonders das Internet eröffnet jenen, die gezielt suchen, vielfältige Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten. Aber nicht jeder kann oder will sich gleichermaßen mit der eigenen Gesundheit auseinandersetzen. Inwiefern alle Patienten diese Optionsvielfalt wahrnehmen und wie sich dies letztlich auf ihr Gesundheitsverhalten auswirkt, hängt von vielen miteinander verwobenen Faktoren ab. Pauschale Aussagen über das Informationsverhalten der Patienten lassen sich daher kaum formulieren. Sie richten ihr Handeln an ihren persönlichen Interessen und Bedürfnissen aus und passen es flexibel ihrer jeweiligen Lebenssituation an.

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Drei Fragen an …

Mittwoch, 25. August 2010

Christoph Kranich… Christoph Kranich, Leiter der Fachabteilung Gesundheit und Patientenschutz der Verbraucherzentrale Hamburg

Im Vorfeld des Kliniksprechertages stellen wir Ihnen die Referenten näher vor. Dazu werden wir in den nächsten Wochen regelmäßig Kurzinterviews mit allen Experten veröffentlichen. Diese Woche berichtet Christoph Kranich im Interview mit kliniksprecher.de, worauf Krankenhäuser beim Beschwerdemanagement achten sollten.

kliniksprecher.de: Was sind die häufigsten Fragen, mit denen Krankenhauspatienten sich an Sie wenden?

Christoph Kranich: Patienten treten mit unterschiedlichen Anliegen an uns heran. Häufig suchen sie bereits vor einer Behandlung Rat, zum Beispiel bei der Wahl des bestmöglichen Krankenhauses. Durch die immense Flut an Informationen im Internet sind nämlich viele Patienten verunsichert und brauchen Orientierung. Während ihres Krankenhausaufenthaltes stehen wir ihnen ebenfalls zur Seite. Oftmals kennen sie ihre Rechte nicht oder sind unsicher, wie sie dem behandelnden Arzt ihre Anliegen mitteilen können. Auch nach der Behandlung bleibt die Verbraucherzentrale eine unabhängige Anlaufstelle bei Beschwerden jeder Art, beispielsweise beim Verdacht auf Behandlungsfehler.

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Trainieren, bis der Arzt kommt

Freitag, 16. Juli 2010

Hantelbänke, Beinpressen und Laufbänder gehörten bislang nicht zum klassischen Inventar von Krankenhäusern. Das Magazin kma berichtet in der Juli-Ausgabe indes über einen neuen Trend in Kliniken: Immer mehr Häuser bieten in angegliederten Fitnesscentern Sport und Wellness für Patienten und externe Kunden. Im Angebot sind nicht nur Kurse wie Sturzprophylaxetraining für Senioren oder Rückengymnastik, sondern auch Pilates, Step Aerobic oder Aquafitness.

Die Gründe für das Engagement liegen auf der Hand: Image und Akzeptanz bei der Bevölkerung lassen sich auf diesem Weg steigern. Die Häuser können sich zudem mit einem ganzheitlichen therapeutischen Ansatz profilieren, der neben einer medizinischen Behandlung auch Bewegung und Wellness einbezieht.

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Faktor Freundschaft

Dienstag, 01. Juni 2010

Das Handelsblatt hat einen neuen Trend aufgespürt: Unternehmen entdecken die Freundschaft zum Kunden. Während sie jahrelang Studien auflegten, um herauszufinden, wie sie sich und ihre Marken besser positionieren können, setzen inzwischen immer mehr Firmen auf den direkten Dialog. Mitarbeiter aus Controlling, Marketing und Forschung bloggen bei Frosta, beim Versandhändler Otto telefonieren statt nervigen Sprachcomputern wieder echte Menschen mit Kunden, und Carglass legt bei der Mitarbeiterauswahl großen Wert auf Empathie.

Fakt ist: Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss nach neuen Wegen suchen. Was Konsumgüterhersteller vormachen, könnte auch für Krankenhäuser ein interessantes Modell werden. Ob in der Kommunikation mit Einweisern oder Patienten – der persönliche Kontakt zu Zielgruppen ist durch nichts zu ersetzen. Das beginnt mit der freundlichen Begrüßung am Empfang und endet im virtuellen Gästebuch, in dem zufriedene Patienten zu Fürsprechern werden – und unzufriedene äußern, an welchen Stellen es noch hakt. (weiterlesen…)

Keine Fragen, bitte!

Mittwoch, 05. Mai 2010

Der Arzt spricht nicht genügend mit den Krankenschwestern, er informiert sich beim Apotheker nicht über die Wechselwirkungen der Medikamente, die er verschreibt und behandelt Patienten im Schnelldurchgang, bei denen er besser mal etwas genauer nachgefragt hätte: So schildert ein niedergelassener Arzt aus einer nordrhein-westfälischen Großstadt die mangelnde Kommunikation in Krankenhäusern und Praxen auf „Welt online“.

Dabei wären doch gerade Ärzte und Schwestern ein Dreamteam im Krankenhaus: Geballtes Fachwissen versus vielerlei praktische Erfahrungen ergäben eine Kombination, die allen Patienten und nicht zuletzt auch besagten Ärzten und Schwestern zugute käme. So die blasse Theorie, doch im hierarchisch organisierten Klinikalltag dominiert scheinbar eher die Devise: „Keine Fragen, bitte!“ (weiterlesen…)