Mit ‘Patientenkommunikation’ getaggte Artikel

Verbesserungswürdig: Arztportale im Internet

Montag, 08. August 2011

Wie finden Patienten den richtigen Arzt? Welche Mediziner sind gut? Eine Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ergab, dass immerhin 14 Prozent der Befragten das Netz als Informationsquelle für die Arztsuche nutzen. Jedoch sind diese in vielerlei Hinsicht verbesserungswürdig. „Medizinportale taugen wenig“ überschreibt ZEITonline einen Artikel, der entsprechende Studienergebnisse des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ), der Stiftung Warentest und des Internetportals getestet.de zusammenfasst.

Hauptproblem ist vor allem die geringe Anzahl von Bewertungen. Oft liegen für die eingetragenen Ärztinnen und Ärzte gar keine Bewertungen vor und auch nur sehr wenige Bewertungen können zu irreführenden Ergebnissen führen. Prof. Dr. Oliver Schöffski,  Leiter des Lehrstuhls für Gesundheitsmanagement an der Universität Erlangen, beschäftigt sich mit dem Thema und zeigt in zwei wissenschaftlichen Studien, dass viele das Angebot im Internet gerne nutzen, doch „selbst bewerten tun nur wenige“. (weiterlesen…)

Wettbewerb ausgeschrieben: “Beste medizinische Website 2011″

Dienstag, 02. August 2011

Eine der ersten Informationsquellen für einen Patienten, dem ein Arztbesuch bevorsteht, ist heutzutage die Website der jeweiligen Praxis oder Klinik. Das wissen auch die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) und die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN), die in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal den Wettbewerb „Beste medizinische Website“ ausloben.

Eine gute Website von Ärzten bietet verlässliche medizinische Informationen, ist stets aktuell und enthält Möglichkeiten der Interaktion. „Wer diese Vorgaben erfüllt, hat gute Chancen, bei unserem Wettbewerb ausgezeichnet zu werden“, so Dr. Jörg Berling, stellvertretender Vorsitzender der KVN. (weiterlesen…)

Deutschland sucht …

Montag, 30. August 2010

… nicht nur den x-ten Superstar, das schönste Topmodel oder das Supertalent – nein, Deutschland sucht auch den Super-Arzt. Behauptet zumindest SZ-Redakteur Werner Bartens in der Kolumne „Medizin und Wahnsinn“ und nimmt damit Bezug auf die gängigen Ärztelisten. Dazu beschreibt Bartens das Zusammentreffen einer Männer-Sporttruppe, die die Wahl ihres Lieblingsspezialisten in Weiß begründet. Diese Argumentationen sind durchaus nicht immer nachvollziehbar – so wird ein geschmackvoller Teppich als ausschlaggebender Faktor für den Besuch eines Arztes genannt oder die Tatsache, dass der favorisierte Mediziner zusätzlich ein mongolisches Olympiateam betreut. (weiterlesen…)

Ältere Frauen im digitalen Abseits

Montag, 09. August 2010

In der Studie (N)Onliner Atlas 2010 dokumentiert die Initiative D21 die Nutzung des World Wide Web in Deutschland. In diesem Jahr hat sich die Zahl der Internetnutzer landesweit deutlich vergrößert. 72 Prozent bzw. 48,3 Millionen Menschen ab 14 Jahren sind bereits online. Das sind rund drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, Tendenz steigend.

Diese eigentlich positive Entwicklung hat aber eine Kehrseite: Längst nicht alle Deutschen sind Teil der digitalen Gesellschaft. Gut jeder Vierte nutzt das Internet gar nicht – eine digitale Kluft entsteht. Jugendliche sind häufiger im Netz als Senioren, Menschen mit Hochschulreife nutzen das Web öfter als solche mit Hauptschulabschluss. Zudem gibt es Unterschiede zwischen den neuen und alten Bundesländern, denn Ostdeutsche surfen weniger als Westdeutsche. Das heißt: Die Internetnutzung ist noch lange nicht selbstverständlich. (weiterlesen…)

Ins Netz gegangen

Montag, 28. Juni 2010

Peter Müller wartet. Und das schon seit geraumer Zeit. Dabei hatte er sich doch in die Notaufnahme des Städtischen Krankenhauses begeben, weil er sich in ebenso einer Notlage befindet: Vor vier Stunden ist er beim Tennisspielen umgeknickt. Mittlerweile sieht sein Fuß so aus, als würde er nie wieder in einen Schuh passen. Außerdem hat Peter Müller furchtbare Schmerzen. Auf sein mehrmaliges Nachfragen in der Aufnahme erntet er nur ein genervtes Augenrollen. Jetzt ist auch er genervt. Er zückt sein Handy und surft ein wenig im Internet, um sich abzulenken. Auf Facebook liest er, dass seine Freunde bei strahlendem Sonnenschein munter im Park grillen. Sein Fuß schwillt dagegen weiter an. Aus lauter Frust über die unsinnige Warterei lässt Peter Müller auf Facebook eine Schimpftirade über das Krankenhaus los, auf dessen unbequemen Stühlen er gerade sitzt. Und weil er gerade schon dabei ist, schickt er zusätzlich eine meckernde Nachricht über Twitter, wo gerade eine eifrige Diskussion über das deutsche Gesundheitssystem im Gange ist.

„Interessant“, denkt sich ein Redakteur der lokalen Tageszeitung aus Peter Müllers Stadt, der dessen übellaunigen Beitrag zufällig liest. Wirbt nicht gerade das genannte Krankenhaus mit reibungslosen Abläufen und der Freundlichkeit seiner Mitarbeiter? Auf Facebook erhält Peter Müller gerade die ersten Antworten von anderen Usern, die damit beginnen, weitere Schauergeschichten zu diesem Krankenhaus zu posten. Jeder kennt einen, der einen kennt, dem ebenfalls etwas Ähnliches passiert ist. Endlich wird Peter Müller aufgerufen. Sein Handy wandert in die Hosentasche, seine eben abgesetzten Mitteilungen hat er fast schon wieder vergessen. Im Internet sind sie aber noch längst nicht Geschichte. (weiterlesen…)